Harley Benton HB JA-60 OW Wilkinson Pickups

Mit der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson lässt das Musikhaus Thomann in leider nicht näher bezeichneten fernen Gestaden eine attraktive Kopie der Fender Jazzmaster fertigen. 129 Euro beträgt der Kaufpreis – und das ist wirklich eine Ansage
Selbst Fenders Hauskopist Squier nimmt derzeit 211 Euro für die günstigste Jazzmaster, die wir natürtlich direkt nach Neuerscheinung auf der NAMM 2017 gerangert haben (link).

Bereits optisch sammelt die Harley Benton JA 60-OW Wilkinson zahlreiche Pluspunkte: Tortoise-farbenes Pickguard, matching headstock (die Kopfplatte ist in Korpusfarbe lackiert), weißes Binding am Hals, Blockinlays auf dem Palisandergriffbrett und aufeinander abgestimmte cremeweiße Plastikteile (Potiknöpfe, Tonabnehmerkappen und Schalter).

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Preis erwähnen: 129 Euro!
Selbst für die Verhältnisse Eurer sparsamen Price Rangers ist das nicht viel; blinged out to the max würden wir sagen – aber wir können kein Englisch. Die Verarbeitung selbst ist tadellos, lediglich die Bünde könnten eine Politur vertragen sowie die Befestigungsbuchsen des Stoptailpieces (wir können kein Englisch) ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer. Die wagen nämlich einen Blick über den Korpusrand und gucken aus selbigem heraus. Kein Weltuntergang.

Die Arbeitszeit wurde bei der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson offenbar eher in Einstellarbeiten investiert – und das ist auch gut so! Perfekte Intonation und trotz des dicken Halses und der gar nicht mal so flachen Saitenlage eine  astreine Bespielbarkeit.

So, nun aber die Röhren unseres Blackstar HT 5 (link) vorgeglüht und auf geht’s mit der wilden Fahrt! Clean kommen die beiden Wilkinson JM-ADWH Alnico-5 Vintage-Style P90 (link) Soapbar Tonabnehmer eher warm und dunkel rüber und knacken nicht so wie die üblichen Singlecoils, die wir vor allem in den Gitarren unserer Preisklasse bis 250 Euro vorfinden.

Das macht nichts, vor allem dann nicht, wenn wir in die Zerrklasse wechseln. Oftmals schneiden uns armen Rangers billige Singlecoilsounds nämlich die Ohren dermaßen ab, dass selbst van Gogh neidisch würde – nicht so bei dieser Jazzmaster Kopie. Die kann nämlich auch Blues, Rock und Metal. Und das für Einhundertneuund… ok, wir sind schon still.

Diese Gitarre gibt es von unserem affiliate-Partner, dem Musikhaus thomann, übrigens auch in 3 colour sunburst.

By the way. Aber wir können nur billig, kein Englisch.

Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60

Squier Affinity Jazzmaster Arctic White by Fender

Squier Affinity Jazzmaster by Fender AW Offset Guitar

Von den Ventures über die Beach Boys, Elvis Costello, The Cure, Sonic Youth, J. Mascis von Dinosaur Jr. bis hin zu deutschen Bands wie Tocotronic. Wie könnten die Price Rangers eine Gitarre wiederstehen die sich so großer Beliebtheit in diversen Genres erfreut?

Von 1958 bis 1982 führte die Fender Jazzmaster ein bewegtes Leben und sollte sogar als Topmodell die Fender Stratocaster beerben! Das klappte nicht besonders gut und so tauchte die Jazzmaster erst in den 1990er Jahren in der Grunge– und Independentszene wieder auf, um dort ihren zweiten Frühling zu erleben.
Mittlerweile reicht die Produktpalette von teuren Custom-Shop-Instrumenten seit der letzten NAMM 2017 im Januar bis zu unserer Jazzmaster aus China, die ihr für 219,- Euro in Händen halten könnt. Erlenkorpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett und eine verschlankte Elektrikausstattung reduziert auf zwei Humbucker, einen Toggle Switch, Volume und Tone Control – das sind die Zutaten, aus denen Squier die getestete Jazzmaster gezaubert hat. Dabei wurde gleich mal das aufwändig konstruierte Tremolo eingespart und gegen eine Hardtail-Bridge getauscht. Da die Saiten hier durch den Korpus geführt sind, bekommt ihr jedoch ein verbessertes Sustain und Schwingverhalten gegenüber dem Original.
Jazz mastert die Squier Affinity Jazzmaster vielleicht nicht so gelassen wie ihre große Schwester von Fender, umso besser kommt sie jedoch mit härteren Tönen zurecht, nimmt uns an die Hand und führt uns direkt in den Indiebereich.
Die Optik ist schlicht gehalten: ein weiß („arctic white“) lackierter Offset-Body, ein schwarzes Pickguard, schwarze Tonabnehmerkappen, schwarze Knöpfe und Schalter. Zeitlos modern, kontrastiert und schlicht eben. Und das alles mit einer Verarbeitungsqualität, die in der Einsteigerklasse über jeden Zweifel erhaben ist. Sogar das Setup ist vorbildlich; die Saitenlage und Intonation laden den Spieler sofort ein, loszulegen.
Also was reden wir um den heißen Brei herum! Natürlich füllen wir unsere Price Rangers Paul und Michi Tonne nicht mit dieser Squier Affinity Jazzmaster! Rein damit in unseren Goldständer! Und wie das Ganze aussieht und sich anhört seht ihr in unserem Video!

Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster