Squier Bullet Stratocaster Hardtail

Squier Bullet Stratocaster Hardtail – vier Worte klangen selten besser!

Aber vamos a la Squier! Die gibt’s in weiß, rot und im getesteten schwarz. Eure Price Rangers haben zusammengelegt, 129 Euro in die Hand genommen und sich für die Variante entschieden, die Fehler bei der Lackierung offenherzig zur Schau tragen muss. The black one.
Die guten Nachrichten diesmal gleich zu Anfang: Die Verarbeitung ist wirklich in Ordnung.
Die Lackierung lässt keine Rückschlüsse auf den Kaufpreis zu, die Bundbearbeitung bewahrt unsere kostbaren Rangerhände vor übermäßigem Verschleiß und sogar auf Kleinigkeiten wurde geachtet: Alle Pickguardschrauben sind gerade eingedreht. Wow!
Für Ranger Michi wäre an dieser Stelle die Reise fast beendet: Sieht gut aus, fühlt sich gut an, kostet nur ein Taschengeld, Goldständer!
Aber so leicht kommt die Squier Bullett Stratocaster nicht davon. Übrigens! Wir könnten sie auch „Startocaster“ nennen – sie ist die billigste der billigen Hauskopien der großen Schwester von Fender, die Einstiegsgitarre, der absolute Beginner. Merkt man aber fast nicht!
Ausgestattet mit 2 Singlecoils am Hals und mittig montiert sowie einem Humbucker an der Brücke kommt diese Stratocaster elektrisch nicht klassisch bestückt daher und auch die Ausstattung ohne Tremolo ist ungewöhnlich. Aber! Aber ein Tremolo macht nur froh, wenn es die Stimmung halten ko. Des war boarisch. Ois klar?
In unserer Preisklasse bis 250 Euro werden uns regelmäßig Tremolos untergejubelt, die uns nicht jubeln lassen: 6-point Systeme, die eine sanfte Hand und am besten einen gut mit Graphit (Bleistift!) geschmierten Sattel erfordern sonst geht mit der Stimmung der Gitarre auch die des Spielers verloren. Anyway! Vermissen wir nun das Tremolo bei der Squier Bullet Stratocaster Hardtail?
Nein, nicht wirklich. Ranger Paul vermisst jedoch dringend ein Tonepoti. An jeder Strat gibt es aber für gewöhnlich nur zwei – hier ist jedoch der Humbucker mit keinem der Beiden verbunden, so dass beide Spulen ungedämpft zu Werke gehen müssen. „Power is nothing without control“ – so wirbt Pirelli für seine Reifen. Aber mehr als eine Volumecontrol hat die Squier nicht anzubieten.
Ranger Michi kümmert das nicht. „Don’t stop for nothing it’s full speed or nothing“ rief schon James Hetfied in „Motorbreath“ und so fehlt ihm auch die Tonblende nicht.
In einem Punkt sind sich aber beide Ranger einig: guter Preis, gute Besserung, gute Gitarre, Goldständer!

Squier Bullet Stratocaster

Squier Bullet Stratocaster Squier Bullet Stratocaster

Ibanez GIO GRX 70QA TBB Stratocaster

Ibanez GIO GRX70QA TBB – foxtrot uniform charlie kilo ist das ein Zungenbrecher!

Euren Geldbeutel knackt diese Ibanez jedoch nicht – 179 Euro müsst Ihr anlegen, wenn Ihr diese volle Hütte Euer eigen nennen wollt. Volle Hütte? Na klar, gleich auf den ersten Blick springt den Price Rangers die Wölkchenahorndecke ins Auge! So etwas haben wir in den vielen Jahrzehnten des Testens in unserer Preisklasse bis 250 Euro jedenfalls noch nicht auf der Couch gehabt!
Der Korpus der Ibanez GIO GRX70QA TBB ist auch noch mit einer Burst-Lackierung auf der Vorderseite versehen, die außen mit einem dunkelblauen Rand die Ahorndecke einfasst. TBB bedeutet nämlich „transparent blue burst“. Darunter besteht der Body im Kern aus Pappel. Pappel? Ja ist das denn ein gutes Tonholz? Baut man Elektrogitarren denn nicht besser aus Mahagoni, Ahorn, Esche oder… sicherheitshalber fragen wir hierzu jemand, der sich mit sowas auskennt: Walter.
Alles klar? Dann weiter im Text!
5 Spulen wohnen auf unserem Textinstrument, 4 davon haben sich paarweise zu Humbuckern am Hals und an der Brücke verbündet, ein Singlecoil thront in der Mitte. Die Humbucker sind jeweils spiltbar, so dass die verbaute Tonabnehmerbestückung knackig-transparente Sounds sowie druckvolle Zerre oder warme sanfte Töne gleichermaßen ermöglicht.
Dazu gibt es einen 5-Weg-Wahlschalter, 2 Potis für Volume und den guten Tone und ein ergonomisches Tremolo, das sogar ziemlich verstimmungsarm arbeitet.
Gut, es ist etwas schwergängig jedoch dadurch wiederum sehr gut beherrschbar.
Ranger Paul stellt dies im Clip wie immer eindrucksvoll unter Beweis; genauso eindrucksvoll ist auch die Vielfalt an Klängen, die wir aus der Ibanez GIO GRX70QA TBB schütteln konnten. Dank sehr guter Bundbearbeitung, astreiner Einstellung ab Werk und somit auch infolge des angenehmen Halsprofils anstrengungsarmer Bespielbarkeit gerät die Reise durch die verschiedenen Stilwelten zum Vergnügungstrip.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Eure Ranger Paul und Michi gemeinsam die Koffer packen, um ferne Gitarrengestade aufzusuchen – bei der Ibanez GIO GRX70QA TBB sind wir uns aber sofort einig.

„Absolut Goldständer!“ (Ranger Paul)

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Epiphone SG Special

Für 159,- Euro kommt die klassisch rote Epiphone SG Special auf die grüne Couch der Price Rangers. Um dem Idol, der großen Schwester Gibson SG nahezukommen, hat sie sich auch mächtig ins Zeug gelegt! Das rote Kleid steht dem Mahagonikorpus ausgezeichnet und auch auf dem Ahornhals macht es eine gute Figur. Der Hals mit Palisandergriffbrett ist leider nicht geleimt sondern geschraubt – aber das spart eben Kosten in der Fertigung. Eine Gibson SG kostet derzeit neu übrigens um die 600,- Euro.

Auf den ersten Blick fällt uns auf, dass der Body aus einem Stück Holz zu bestehen scheint. Da dies in der Price-Klasse jedoch eine absolute (und die erste) Ausnahme wäre, belassen wir es beim „scheint“. Sieht aber trotzdem gut aus!
Auch bei der Elektrik ist dem Original  nachgeeifert worden: 2 Humbucker mit kryptischen Aufschriften trägt die Epiphone SG Special auf ihrem Korpus – jedenfalls sollen sie sicher großartig sein. Na dann, angesteckt, aufgedreht und reingehört!
Gleich von Anfang geht ordentlich die Post ab und man muss seinen Anschlag schon im Zaum halten oder am Volumepoti drehen, damit die Epiphone SG Special auch clean spielt. Ach ja, bei den Potis gibt es nur die halbe Miete: 1x Volume, 1x Töne, das muss reichen. Aber ein Killswitch, hier Killpot genannt, ist mit an Bord.

Beim Bespielen fällt die gute Bundbearbeitung und das angenehme Halsprofil auf – nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu eckig, nicht zu rund. So soll es sein, so kann es bleiben! Rock und Metal kann unsere Epiphone SG Special ziemlich gut, leider ist jedoch der Killswitch ein Fiasko und killt fast nie. Jedenfalls dann nicht, wenn man möchte: Klarer Fall, defekt ab Werk, na servus! Auch die Mechaniken begeistern Ranger Paul und Michi nicht wirklich, da sie zwar schwergängig aber deswegen noch lange nicht präzise sind. Die Stimmung unserer vom Hersteller bereits fein intonierten Epiphone SG Special halten sie jedoch und damit auch unsere Laune oben. Die würde übrigens auch ein Saitenwechsel nicht trüben, denn Epiphone hat hier mit der Locktonebridge ein altes aber leidiges Problem gelöst. Welches genau erfahrt Ihr im Clip – natürlich ebenso wie das Testergebnis. It’s a long way to the top…

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Epiphone SG Special true love

Epiphone SG Special PickupsEpiphone SG Special Locktone Bridge

Dean Guitars Edge 09 5-String Bass

Der Dean Guitars Edge 09 5-string Bass kostet nur 45,20 Euro! Hammer oder?
Okay, pro Saite. Insgesamt werden bei diesem Fünfsaiter also 226,- Euro fällig.
Agathis ist das Material der Wahl für den Korpus, der beim Dean Guitars Edge 09 einwandfrei in classic black lackiert wurde. Ahornhals dran, Palisandergriffbrett drauf und los geht’s?
Noch nicht ganz, einen DMT-Design Humbucker gilt es noch zu erwähnen, dazu einen Lautstärkeregler und eine Tonblende. Mehr gibt’s nicht. Die Brücke ist bei diesem Bass eine schlichte Konstruktion aus Winkelblech – aber sie erfüllt tadellos ihren Zweck.
Schlicht ist überhaupt ein Adjektiv, dass bisher zum Dean Guitars Edge 09 gut passt: Ausstattung und Optik sind sehr zurückhaltend. Macht aber rein gar nicht! Nicht in jeder Band ist der Bassist auch gleichzeitig der Frontmann, so dass etwas Bescheidenheit unschädlich ist. Im Zuge der spartanischen Elektrikausstattung sind Eure Finger gefragt, wenn es um Klangvariationen geht: Entweder Ihr positioniert sie an wechselnder Stelle zum Spiel oder Ihr bedient euch der Tonblende. Im vorliegenden Fall wird der Ton jedoch schon arg mumpfig, indifferent und druckarm, wenn man diese mit zu viel Elan zudreht. Daran ist der Doppelspuler schuld, der durchaus Brillianzen vermissen lässt – und was der Tonabnehmer nicht liefert, kann auch durch den Tonregler nicht hinzugemischt werden. Der Dean Guitars Edge 09 stammt aus China und wurde dort von offenbar kundiger Hand erschaffen: Weder die Lackierung an Korpus oder Halsrückseite noch die Bund- oder Sattelbearbeitung lassen Mängel erkennen, selbst die Intonation wurde bereits ab Werk korrekt eingestellt. Oftmals bleibt in den Fabriken ferner Länder zugunsten eines niedrigen Kaufpreises nicht die Zeit, um die erforderlichen Mess- und Einstellarbeiten gründlich vorzunehmen. Hier jedoch sammelt der Dean Guitars Ede 09 auf jeden Falls Pluspunkte. Unterm Strich weist der Bass ohnehin genug auf der Habenseite auf, um eine Tonne zu vermeiden. Er protzt nicht mit Opulenz und Vielfalt, jedoch erfreut er das Spielerherz durch solide Funktion und manchmal wirkt eine überzeugte Geradlinigkeit auch viel beruhigender als ein unsteter Allrounder.

 

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Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge

Harley Benton HB 35 Vintage Series (Gibson Kopie)

179,- Euro für die Harley Benton HB 35? Goldständer, na klar! Nein, so einfach machen wir es weder uns, Euch, noch den Kandidatinnen. Entscheidend bei den Price Rangers ist der Preis nämlich nur bei der Auswahl der Instrumente.
Wobei wir gerne zugeben, dass wir beim Unboxing der Gitarre schon erstmal leise „wow“ sagten. Eine Semi-Hollow, also eine Halbresonanzgitarre mit F-Löchern in der Decke, Sunburstlackierung auf Korpus Vorder- und Rückseite, Binding am Body und am Hals… das ist selbst für altgediente Price Ranger ’ne Menge Holz. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ahornkorpus, Ahornhals, Pailsandergriffbrett – das Original von Gibson, die ES-335, verfügt hingegen über einen Mahagonihals. Für den Preis der Gibson bekommt man aber eine Wagenladung Harley Bentons: Gut acht Stück!

Uns reicht eine. Mit zwei Humbuckern. Diese werden über einen 3-way Toggle angesteuert und können durch separate Lautstärke- und Toneregelung so sanft ausbalanciert und zusammengemischt werden, wie es euch gefällt. Tremolo hat die Gitarre keins, ganz klassisch gibt es hier eine Tuneomatic-Bridge und ein Stoptailpiece auf der Decke.

An die Decke könnten die Price Ranger fast gehen, wenn der Blick auf Details der Verarbeitung fällt. Die Bünde wurden nicht poliert und der erst nicht fest in das Palisandergriffbrett eingeschlagen. Gleiches gilt für die Metallhülsen, die die Schraubend er Brückenkonstruktion auf dem Body halten. Was tun? Nacharbeiten. Und zwar mit Gummihammer, Metallpolitur und etwas Geschick. Die Intonation der Gitarre geht insgesamt in Ordnung, an der G Saite müsst Ihr jedoch noch einmal Hand anlegen. Das ist kein Weltuntergang, das erforderliche Werkzeug liegt neben Plektren, einem Sticker und einem Gitarrenkabel der Gitarre bei und ein Stimmgerät habt Ihr sicherlich im Haus.

Flugs mit unserem Blackstar HT5 Amp (affiliate) verkabelt, tönt die Harley Benton HB 35 auch schon los und öffnet mit einem selbstbewussten Schubs die Tür zur Welt der Halbresonanzgitarren. Und ein solches Modell darf ja grundsätzlich in keinem ordentlichen Gitarristenhaushalt fehlen. Vielseitig geht unsere Gitarre zu Werke – von clean bis lead ist alles drin und wir merken schnell: Nicht der Name auf der Kopfplatte macht den Sound, sondern die verbauten Komponenten – und von denen hört und sehr Ihr mehr im Clip!

Harley Benton HB 35 harley-benton-hb-35-neck harley-benton-hb-35-vintage

Vintage VS 6 SG (Gibson SG Kopie)

Oh Mann, allein Hersteller- und Modellbezeichnung Vintage VS 6 Cherry klingen nach chromgeschwängerten amerikanischen Straßenkreuzer! Optisch wartet das transparent-rot lackierte Schmuckstück für 239,- Euro auch mit allerlei Leckereien auf: Chromehardware soweit das Auge reicht, ein vierlagiges Schlagbrett und Wilkinson Deluxe Tunern im Kluson Style – das sind die mit den hübschen Tulpenflügeln. Ach, beinahe hätten Eure Price Rangers die tollen Griffbretteinlagen vergessen! Crown-Inlays wie beim großen Vorbild Gibson SG runden den Gesamteindruck ab. Auch technisch wurde hier nicht an Ausstattung gespart.

Der Sattel ist kein namenloser Kunststoffstreifen sondern hört auf den klangvollen Namen Nubone XB und stammt von der Firma GraphTech. Gefertigt ist dieser aus TUSQ, welchem jedenfalls mehr Höhenreichtum und besseres Sustain nachgesagt wird als Plastikprodukten unbekannter Herkunft. Sei’s drum! Stimmstabil erwies sich die Gitarre obschon die Einschlaghülse der Mechanik der tiefen E-Saite nicht vernünftig in die Kopfplatte geschlagen wurde. Auch beim Stoptailpiece und der Tuneomatic Bridge das gleiche Bild: Keine Zeit für Hämmern. Und Nageln hilft hier auch nicht weiter.

Ihr habt es gerade gelesen: Ganz klassisch verfügt die Vintage VS 6 über kein Tremolo und zwei Humbucker, die mittles 3-way Toggle ansteuerbar und über jeweils ein Volume und ein Tone Poti regelbar sind. Nicht nur die Wilkinson Humbucker sind für den kräftigen Ton der Gitarre verantwortlich, auch das verwendete Material trägt dazu bei: Mahagoni. Aus diesem Holz wurden Korpus und Hals gefertigt. Leider bestehen diese jeweils aus drei Teilen, das tut dem Schwingverhalten und der Stabilität der Konstruktion keinerlei Abbruch und senkt die Kosten im Einkauf der Zutaten zur Fertigung und damit auch für Euch!

Für wen ist denn nun so eine Vintage VS 6 die richtige Gitarre? Der Neuling darf sich neben der Optik auf gute Bespielbarkeit und saubere Einstellung von Saitenlage und Intonation freuen, sollte aber nicht schwach auf der Brust sein. Unsere Testgitarre brachte nämlich kapitale 4,4 kg auf die Waage! Zum Erwerb einer VS 6 ist seit unserem Test leider auch mehr Kapital erforderlich: 295,- Euro kostet die Vintage aktuell.

Streng genommen ist sie damit so richtig „out of price range“ – da sie uns aber viel Spaß gemacht hat, empfehlen wir sie weiter, unseren Straßenkreuzer auf dem highway to hell.

Vintage VS 6 Vintage VS 6 Vintage VS 6

Yamaha Pacifica 112 BL Stratocaster

Die Yamaha Pacifica 112 BL kommt ganz schlicht und schwarz aus dem Karton, der in Indonesien befüllt wurde. Zur Einstellung von Halskrümmung, Saitenlage und Intonation ist das notwendige Werkzeug im Lieferumfang enthalten – sonst aber auch nix! In unserer Price Rangers Preisklasse bis 250,- Euro Kaufpreis rang(i)ert die Yamaha mit 239,- Euro schon weit oben und lässt so wenig finanziellen Spielraum für die Anschaffung von weiterem Zubehör. Bei der Hardwareausstattung weicht die Gitarre vom Vorbild Fender Stratocaster ab. Lediglich das Vintage 6-point Tremolo und der 5-way switch sind identisch. Die Yamaha begnügt sich mit einem Volume und einem Toneregler und verfügt über drei Pickups: Einem Humbucker in der Bridge-, sowie jeweils einem Singlecoil in Middle- und Neckposition.

Fünf gute Freunde hat uns die schwarze Pacifica mitgebracht! Wir nennen sie einfach mal die Bande der authentischen Sounds. Stets durchsetzungsstark und klar funkt die Yamaha durch Blues, Rock und Metal und bleibt dem Motto treu, das sie mitgebracht hat:
Ich überzeuge durch meine inneren Werte! Sogar Ranger Paul zeigte sich hochemotional und sprach die seltenen Worte „ich bin zufrieden.“ Das heißt für euch, dass uns nicht nur die Töne überzeugten, sondern auch Saitenlage und Bespielbarkeit sowie die Intonation.

Selbst Ranger „Endkontrolle“ Michi hatte das seltene Glück, keinerlei Verarbeitungsmängel zu finden. Zugegeben, das hat ihn ein wenig enttäuscht aber Ehre wem Ehre gebührt! Das Tremolo funktioniert wie nicht anders zu erwarten war nicht 100%ig verstimmungsfrei – ein konstruktionsbedingter Effekt, der nicht als Mangel zu bezeichnen ist. Allerdings wurde lechts und rinks velwechsert, als es beim Bestücken dies Lieferkartons um den Tremoloarm ging: Eine Linkshänderversion wurde mitgeliefert.
Aber auch die verrichtete etwas unergonomisch problemlos ihren Dienst.

Fazit! Tremolobügel würden wir beim Musikhaus Thomann reklamieren, die Gitarre jedoch ganz klar behalten und in unseren Goldständer stellen. Sie ist nicht das schönste Mädchen im Publikum – aber von der Bühne aus könnt Ihr deren Herz sicher gewinnen!

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Yamaha Pacifica Yamaha Pacifica Yamaha Pacifica

Jack & Danny 780 7-String Extended Range Guitar

Jack & Danny 780 7-String 

Preis lass nach! 139,- Euro sind schon mal eine Ansage! Leider heißt es hier aber auch „Schmerz lass nach“! Auf der Jack & Danny 780 vom Musicstore in Köln lässt es sich durchaus shreddern. Die schwarze Siebensaitige shreddert aber auch gnadenlos zurück. Das muss man wissen wenn man selbst eher zart besaitet ist. Die Bünde waren bei unserer Testgitarre äußerst schlecht entgratet. Dies führte zu unschönen Schrammen an den Zeigefingern Eurer beiden Price Ranger. Ranger Paul hat es hier sogar noch schlimmer erwischt als Ranger Michi. Beinahe hätten wir uns am nächsten Tag in der Schule nicht mehr melden können. Anyway! Die erste Sichtprüfung der Jack & Danny offenbar sofort eine Schwäche der Gitarre: Der Lack ist eine einzige Buckelpiste! Schwarz metallic wäre schon grundsätzlich eine korrekte Farbwahl für ein amtliches Metalbrett, der Untergrund sollte jedoch nicht uneben sein. So kann der ansehnliche Decklack auch nichts mehr retten. Bei der Hardwareausstattung sind wir wiederum fast versöhnt. Zwei Humbucker-Tonabnehmer und ein Dreiwegschalter, weiterhin ein Volume- und ein Toneregler, die zum besseren Grip auch mit Dome-Speed-Knöpfen versehen wurden. Das alles ist durchaus okay! Auch wenn uns die Pickups nicht vom Hocker hauen, damit können wir leben. Leben können wir auch mit dem montieren 7-point Vintage Tremolo. Allerdings ist es ziemlich unsinnig. Vintage Tremolos glänzen von Haus aus nicht durch übermäßige Stimmstabilität und lassen lediglich sanfte Bedienweisen zu. Wer wie im Metalbereich üblich Divebombs und krasse Upbendings abliefern möchte, wird hier nicht glücklich werden. Sieben Saiten, 24 Bünde über drei Oktaven – das sind schon gute Ideen! Allerdings erwarten wir unabhängig vom niedrigen Kaufpreis auch eine ordentliche Bespielbarkeit. Diese ist bei der wirklich miesen Bundbearbeitung jedoch nicht sichergestellt. Im wahrsten Sinne des Wortes bekommen wir aber auch noch einen dicken Hals. Gerade für Anfänger oder Menschen mit kleinen Händen dürfte der Baumstamm aus Ahorn schwer zu greifen sein. Das Urteil der Price Ranger kam also schnell und nachhaltig: Tonne für die wenig glorreiche Siebener!

Jack Danny Jack Danny jack danny

 

Squier Bullet Mustang by Fender Offset Guitar

Squier Bullet Mustang by Fender

Dieses Jahr feiert die Fender Mustang bereits ihren 53. Geburtstag! Unser Pferdchen aus dem Squier Stall ist jedoch brandneu und kommt in einem glitzernden „imperial blue“ lackiert frisch von der NAMM 2017! Lindenkorpus, Ahornhals und Palisander Griffbrett – ne ganze Menge Holz für 139,- Euro. Dazu bekommt ihr auf dem Offsetkorpus auch noch zwei Humbucker nebst 3-way Toggle und zwei Drehknöpfe: einen für die Lautstärke und einen für den guten Ton. Ein Vibrato gibt’s bei diesem Pony aus China allerdings nicht mit dazu – das Original von Fender wurde also nicht bis ins letzte Detail kopiert.

Unser Testmodell verfügt über eine kurze Mensur, das heißt das Griffbrett ist ein paar Zentimeter knapper bemessen als bei den meisten anderen Gitarren. Das hat den Vorteil, dass selbst Akkorde über mehrere Bünde spürbar leichter gegriffen werden können. Beim Solospiel in hohen Lagen merkt man jedoch, dass man seine Finger schon gut sortieren muss, um den richtigen Ton zu treffen. Das Ganze erfordert zum Glück wenig Kraftaufwand.

Die Squier Bullet Mustang ist ein auch für Anfänger leicht zu reitendes Pony! Vielleicht dachten sich das auch Kurt Cobain, Jimi Hendrix oder John Frusciante – jedenfalls ist der Überlebende der drei Mustangspieler ein richtig guter Gitarrist! Und ein solcher könnt ihr auch werden. Die Verarbeitung ist fast fehlerfrei: Spiegelplane Lackierung, keine scharfen Kanten an den Bünden und auch der Hals sitzt sicher in seiner Ausfräsing. Im Zuge der fast perfekt eingestellten Intonation macht das Spielen viel Freude und es lassen sich in den verschiedenen Schalterstellungen auch unterschiedliche Klänge erzeugen. Dazu müsst ihr aber unbedingt unser Video ansehen und -hören! Clean, Crunch und High Gain – das alles steckt unser kleines blaues Pony mit dem schlanken Body weg. Und so landet es letztlich auch da wo es für 139,- Euro Kaufpreis auf jeden Fall hingehört… nämlich… ach, seht selbst!

Wenn euch unser Video gefallen hat, teilt es gerne mit euren Freundinnen und Freunden!

squier bullet mustang squier bullet mustang squier bullet mustang

 

Squier Affinity Jazzmaster Arctic White by Fender

Squier Affinity Jazzmaster by Fender AW Offset Guitar

Von den Ventures über die Beach Boys, Elvis Costello, The Cure, Sonic Youth, J. Mascis von Dinosaur Jr. bis hin zu deutschen Bands wie Tocotronic. Wie könnten die Price Rangers eine Gitarre wiederstehen die sich so großer Beliebtheit in diversen Genres erfreut?

Von 1958 bis 1982 führte die Fender Jazzmaster ein bewegtes Leben und sollte sogar als Topmodell die Fender Stratocaster beerben! Das klappte nicht besonders gut und so tauchte die Jazzmaster erst in den 1990er Jahren in der Grunge– und Independentszene wieder auf, um dort ihren zweiten Frühling zu erleben.
Mittlerweile reicht die Produktpalette von teuren Custom-Shop-Instrumenten seit der letzten NAMM 2017 im Januar bis zu unserer Jazzmaster aus China, die ihr für 219,- Euro in Händen halten könnt. Erlenkorpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett und eine verschlankte Elektrikausstattung reduziert auf zwei Humbucker, einen Toggle Switch, Volume und Tone Control – das sind die Zutaten, aus denen Squier die getestete Jazzmaster gezaubert hat. Dabei wurde gleich mal das aufwändig konstruierte Tremolo eingespart und gegen eine Hardtail-Bridge getauscht. Da die Saiten hier durch den Korpus geführt sind, bekommt ihr jedoch ein verbessertes Sustain und Schwingverhalten gegenüber dem Original.
Jazz mastert die Squier Affinity Jazzmaster vielleicht nicht so gelassen wie ihre große Schwester von Fender, umso besser kommt sie jedoch mit härteren Tönen zurecht, nimmt uns an die Hand und führt uns direkt in den Indiebereich.
Die Optik ist schlicht gehalten: ein weiß („arctic white“) lackierter Offset-Body, ein schwarzes Pickguard, schwarze Tonabnehmerkappen, schwarze Knöpfe und Schalter. Zeitlos modern, kontrastiert und schlicht eben. Und das alles mit einer Verarbeitungsqualität, die in der Einsteigerklasse über jeden Zweifel erhaben ist. Sogar das Setup ist vorbildlich; die Saitenlage und Intonation laden den Spieler sofort ein, loszulegen.
Also was reden wir um den heißen Brei herum! Natürlich füllen wir unsere Price Rangers Paul und Michi Tonne nicht mit dieser Squier Affinity Jazzmaster! Rein damit in unseren Goldständer! Und wie das Ganze aussieht und sich anhört seht ihr in unserem Video!

Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster