Ibanez GIO GRX 70QA TBB Stratocaster

Ibanez GIO GRX70QA TBB – foxtrot uniform charlie kilo ist das ein Zungenbrecher!

Euren Geldbeutel knackt diese Ibanez jedoch nicht – 179 Euro müsst Ihr anlegen, wenn Ihr diese volle Hütte Euer eigen nennen wollt. Volle Hütte? Na klar, gleich auf den ersten Blick springt den Price Rangers die Wölkchenahorndecke ins Auge! So etwas haben wir in den vielen Jahrzehnten des Testens in unserer Preisklasse bis 250 Euro jedenfalls noch nicht auf der Couch gehabt!
Der Korpus der Ibanez GIO GRX70QA TBB ist auch noch mit einer Burst-Lackierung auf der Vorderseite versehen, die außen mit einem dunkelblauen Rand die Ahorndecke einfasst. TBB bedeutet nämlich „transparent blue burst“. Darunter besteht der Body im Kern aus Pappel. Pappel? Ja ist das denn ein gutes Tonholz? Baut man Elektrogitarren denn nicht besser aus Mahagoni, Ahorn, Esche oder… sicherheitshalber fragen wir hierzu jemand, der sich mit sowas auskennt: Walter.
Alles klar? Dann weiter im Text!
5 Spulen wohnen auf unserem Textinstrument, 4 davon haben sich paarweise zu Humbuckern am Hals und an der Brücke verbündet, ein Singlecoil thront in der Mitte. Die Humbucker sind jeweils spiltbar, so dass die verbaute Tonabnehmerbestückung knackig-transparente Sounds sowie druckvolle Zerre oder warme sanfte Töne gleichermaßen ermöglicht.
Dazu gibt es einen 5-Weg-Wahlschalter, 2 Potis für Volume und den guten Tone und ein ergonomisches Tremolo, das sogar ziemlich verstimmungsarm arbeitet.
Gut, es ist etwas schwergängig jedoch dadurch wiederum sehr gut beherrschbar.
Ranger Paul stellt dies im Clip wie immer eindrucksvoll unter Beweis; genauso eindrucksvoll ist auch die Vielfalt an Klängen, die wir aus der Ibanez GIO GRX70QA TBB schütteln konnten. Dank sehr guter Bundbearbeitung, astreiner Einstellung ab Werk und somit auch infolge des angenehmen Halsprofils anstrengungsarmer Bespielbarkeit gerät die Reise durch die verschiedenen Stilwelten zum Vergnügungstrip.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Eure Ranger Paul und Michi gemeinsam die Koffer packen, um ferne Gitarrengestade aufzusuchen – bei der Ibanez GIO GRX70QA TBB sind wir uns aber sofort einig.

„Absolut Goldständer!“ (Ranger Paul)

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Epiphone SG Special

Für 159,- Euro kommt die klassisch rote Epiphone SG Special auf die grüne Couch der Price Rangers. Um dem Idol, der großen Schwester Gibson SG nahezukommen, hat sie sich auch mächtig ins Zeug gelegt! Das rote Kleid steht dem Mahagonikorpus ausgezeichnet und auch auf dem Ahornhals macht es eine gute Figur. Der Hals mit Palisandergriffbrett ist leider nicht geleimt sondern geschraubt – aber das spart eben Kosten in der Fertigung. Eine Gibson SG kostet derzeit neu übrigens um die 600,- Euro.

Auf den ersten Blick fällt uns auf, dass der Body aus einem Stück Holz zu bestehen scheint. Da dies in der Price-Klasse jedoch eine absolute (und die erste) Ausnahme wäre, belassen wir es beim „scheint“. Sieht aber trotzdem gut aus!
Auch bei der Elektrik ist dem Original  nachgeeifert worden: 2 Humbucker mit kryptischen Aufschriften trägt die Epiphone SG Special auf ihrem Korpus – jedenfalls sollen sie sicher großartig sein. Na dann, angesteckt, aufgedreht und reingehört!
Gleich von Anfang geht ordentlich die Post ab und man muss seinen Anschlag schon im Zaum halten oder am Volumepoti drehen, damit die Epiphone SG Special auch clean spielt. Ach ja, bei den Potis gibt es nur die halbe Miete: 1x Volume, 1x Töne, das muss reichen. Aber ein Killswitch, hier Killpot genannt, ist mit an Bord.

Beim Bespielen fällt die gute Bundbearbeitung und das angenehme Halsprofil auf – nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu eckig, nicht zu rund. So soll es sein, so kann es bleiben! Rock und Metal kann unsere Epiphone SG Special ziemlich gut, leider ist jedoch der Killswitch ein Fiasko und killt fast nie. Jedenfalls dann nicht, wenn man möchte: Klarer Fall, defekt ab Werk, na servus! Auch die Mechaniken begeistern Ranger Paul und Michi nicht wirklich, da sie zwar schwergängig aber deswegen noch lange nicht präzise sind. Die Stimmung unserer vom Hersteller bereits fein intonierten Epiphone SG Special halten sie jedoch und damit auch unsere Laune oben. Die würde übrigens auch ein Saitenwechsel nicht trüben, denn Epiphone hat hier mit der Locktonebridge ein altes aber leidiges Problem gelöst. Welches genau erfahrt Ihr im Clip – natürlich ebenso wie das Testergebnis. It’s a long way to the top…

Wenn IhrI Interesse an der Epiphone SG Special in rot oder schwarz oder an anderen Musikalien habt, besucht einfach das Musikhaus thomann unter diesem link (affiliate)

Epiphone SG Special true love

Epiphone SG Special PickupsEpiphone SG Special Locktone Bridge

Vintage VS 6 SG (Gibson SG Kopie)

Oh Mann, allein Hersteller- und Modellbezeichnung Vintage VS 6 Cherry klingen nach chromgeschwängerten amerikanischen Straßenkreuzer! Optisch wartet das transparent-rot lackierte Schmuckstück für 239,- Euro auch mit allerlei Leckereien auf: Chromehardware soweit das Auge reicht, ein vierlagiges Schlagbrett und Wilkinson Deluxe Tunern im Kluson Style – das sind die mit den hübschen Tulpenflügeln. Ach, beinahe hätten Eure Price Rangers die tollen Griffbretteinlagen vergessen! Crown-Inlays wie beim großen Vorbild Gibson SG runden den Gesamteindruck ab. Auch technisch wurde hier nicht an Ausstattung gespart.

Der Sattel ist kein namenloser Kunststoffstreifen sondern hört auf den klangvollen Namen Nubone XB und stammt von der Firma GraphTech. Gefertigt ist dieser aus TUSQ, welchem jedenfalls mehr Höhenreichtum und besseres Sustain nachgesagt wird als Plastikprodukten unbekannter Herkunft. Sei’s drum! Stimmstabil erwies sich die Gitarre obschon die Einschlaghülse der Mechanik der tiefen E-Saite nicht vernünftig in die Kopfplatte geschlagen wurde. Auch beim Stoptailpiece und der Tuneomatic Bridge das gleiche Bild: Keine Zeit für Hämmern. Und Nageln hilft hier auch nicht weiter.

Ihr habt es gerade gelesen: Ganz klassisch verfügt die Vintage VS 6 über kein Tremolo und zwei Humbucker, die mittles 3-way Toggle ansteuerbar und über jeweils ein Volume und ein Tone Poti regelbar sind. Nicht nur die Wilkinson Humbucker sind für den kräftigen Ton der Gitarre verantwortlich, auch das verwendete Material trägt dazu bei: Mahagoni. Aus diesem Holz wurden Korpus und Hals gefertigt. Leider bestehen diese jeweils aus drei Teilen, das tut dem Schwingverhalten und der Stabilität der Konstruktion keinerlei Abbruch und senkt die Kosten im Einkauf der Zutaten zur Fertigung und damit auch für Euch!

Für wen ist denn nun so eine Vintage VS 6 die richtige Gitarre? Der Neuling darf sich neben der Optik auf gute Bespielbarkeit und saubere Einstellung von Saitenlage und Intonation freuen, sollte aber nicht schwach auf der Brust sein. Unsere Testgitarre brachte nämlich kapitale 4,4 kg auf die Waage! Zum Erwerb einer VS 6 ist seit unserem Test leider auch mehr Kapital erforderlich: 295,- Euro kostet die Vintage aktuell.

Streng genommen ist sie damit so richtig „out of price range“ – da sie uns aber viel Spaß gemacht hat, empfehlen wir sie weiter, unseren Straßenkreuzer auf dem highway to hell.

Vintage VS 6 Vintage VS 6 Vintage VS 6

Yamaha Pacifica 112 BL Stratocaster

Die Yamaha Pacifica 112 BL kommt ganz schlicht und schwarz aus dem Karton, der in Indonesien befüllt wurde. Zur Einstellung von Halskrümmung, Saitenlage und Intonation ist das notwendige Werkzeug im Lieferumfang enthalten – sonst aber auch nix! In unserer Price Rangers Preisklasse bis 250,- Euro Kaufpreis rang(i)ert die Yamaha mit 239,- Euro schon weit oben und lässt so wenig finanziellen Spielraum für die Anschaffung von weiterem Zubehör. Bei der Hardwareausstattung weicht die Gitarre vom Vorbild Fender Stratocaster ab. Lediglich das Vintage 6-point Tremolo und der 5-way switch sind identisch. Die Yamaha begnügt sich mit einem Volume und einem Toneregler und verfügt über drei Pickups: Einem Humbucker in der Bridge-, sowie jeweils einem Singlecoil in Middle- und Neckposition.

Fünf gute Freunde hat uns die schwarze Pacifica mitgebracht! Wir nennen sie einfach mal die Bande der authentischen Sounds. Stets durchsetzungsstark und klar funkt die Yamaha durch Blues, Rock und Metal und bleibt dem Motto treu, das sie mitgebracht hat:
Ich überzeuge durch meine inneren Werte! Sogar Ranger Paul zeigte sich hochemotional und sprach die seltenen Worte „ich bin zufrieden.“ Das heißt für euch, dass uns nicht nur die Töne überzeugten, sondern auch Saitenlage und Bespielbarkeit sowie die Intonation.

Selbst Ranger „Endkontrolle“ Michi hatte das seltene Glück, keinerlei Verarbeitungsmängel zu finden. Zugegeben, das hat ihn ein wenig enttäuscht aber Ehre wem Ehre gebührt! Das Tremolo funktioniert wie nicht anders zu erwarten war nicht 100%ig verstimmungsfrei – ein konstruktionsbedingter Effekt, der nicht als Mangel zu bezeichnen ist. Allerdings wurde lechts und rinks velwechsert, als es beim Bestücken dies Lieferkartons um den Tremoloarm ging: Eine Linkshänderversion wurde mitgeliefert.
Aber auch die verrichtete etwas unergonomisch problemlos ihren Dienst.

Fazit! Tremolobügel würden wir beim Musikhaus Thomann reklamieren, die Gitarre jedoch ganz klar behalten und in unseren Goldständer stellen. Sie ist nicht das schönste Mädchen im Publikum – aber von der Bühne aus könnt Ihr deren Herz sicher gewinnen!

Ich will auch eine Yamaha Pacifica (affiliate link)

Yamaha Pacifica Yamaha Pacifica Yamaha Pacifica

Jack & Danny 780 7-String Extended Range Guitar

Jack & Danny 780 7-String 

Preis lass nach! 139,- Euro sind schon mal eine Ansage! Leider heißt es hier aber auch „Schmerz lass nach“! Auf der Jack & Danny 780 vom Musicstore in Köln lässt es sich durchaus shreddern. Die schwarze Siebensaitige shreddert aber auch gnadenlos zurück. Das muss man wissen wenn man selbst eher zart besaitet ist. Die Bünde waren bei unserer Testgitarre äußerst schlecht entgratet. Dies führte zu unschönen Schrammen an den Zeigefingern Eurer beiden Price Ranger. Ranger Paul hat es hier sogar noch schlimmer erwischt als Ranger Michi. Beinahe hätten wir uns am nächsten Tag in der Schule nicht mehr melden können. Anyway! Die erste Sichtprüfung der Jack & Danny offenbar sofort eine Schwäche der Gitarre: Der Lack ist eine einzige Buckelpiste! Schwarz metallic wäre schon grundsätzlich eine korrekte Farbwahl für ein amtliches Metalbrett, der Untergrund sollte jedoch nicht uneben sein. So kann der ansehnliche Decklack auch nichts mehr retten. Bei der Hardwareausstattung sind wir wiederum fast versöhnt. Zwei Humbucker-Tonabnehmer und ein Dreiwegschalter, weiterhin ein Volume- und ein Toneregler, die zum besseren Grip auch mit Dome-Speed-Knöpfen versehen wurden. Das alles ist durchaus okay! Auch wenn uns die Pickups nicht vom Hocker hauen, damit können wir leben. Leben können wir auch mit dem montieren 7-point Vintage Tremolo. Allerdings ist es ziemlich unsinnig. Vintage Tremolos glänzen von Haus aus nicht durch übermäßige Stimmstabilität und lassen lediglich sanfte Bedienweisen zu. Wer wie im Metalbereich üblich Divebombs und krasse Upbendings abliefern möchte, wird hier nicht glücklich werden. Sieben Saiten, 24 Bünde über drei Oktaven – das sind schon gute Ideen! Allerdings erwarten wir unabhängig vom niedrigen Kaufpreis auch eine ordentliche Bespielbarkeit. Diese ist bei der wirklich miesen Bundbearbeitung jedoch nicht sichergestellt. Im wahrsten Sinne des Wortes bekommen wir aber auch noch einen dicken Hals. Gerade für Anfänger oder Menschen mit kleinen Händen dürfte der Baumstamm aus Ahorn schwer zu greifen sein. Das Urteil der Price Ranger kam also schnell und nachhaltig: Tonne für die wenig glorreiche Siebener!

Jack Danny Jack Danny jack danny

 

Jackson JS 22-7 Dinky Satin Black ERG

Begleitet uns in diesem Clip auf einer tonalen Talfahrt in dunkle Gefilde: Die Price Rangers testen für Euch die Siebensaitige E-Gitarre Jackson JS 22-7 für 239,- Euro!

Nach MathcoreDeathcoreGroove Metal, Progressive Metal, Technical Death Metal, Progressive Rock, Posthardcore und Nu Metal war Djent nur noch die logische Konsequenz. Und dafür ist eine Jackson und gerade die JS 22-7 Dinky in mattschwarz bestens gerüstet.

Ob Ranger Paul mit einem solchen Instrument auch etwas anzufangen weiß und Eure „dunkle Eminenz“ Ranger Michi vor Freude bunte Blümchen streut erfahrt Ihr in diesem Clip.

Am Ende wie immer mit dem alles entscheidenden Urteil „Tonne oder Goldständer?“.

Jackson JS 22-7 Jackson JS 22-7 Jackson JS 22-7

 

 

Ibanez GIO GRG 140 WH Solidbody Gitarre

8,29 Euro pro Bund! 199,- Euro für alle drei Oktaven (24 Bünde) der Ibanez GIO GRG 140  also. Die bekommt ihr zusammen mit einem Lindenkorpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, einem Humbucker und zwei Singlecoils sowie der gängigen Strat-Elektrik nebst Zwei-Punkt-Tremolo und einem Eimer weißen Lack von der Firma Ibanez. Und das Beste ist: Das Ganze ist bereits zusammengebaut!

Solltet ihr des Gitarrenspiels noch nicht mächtig sein: Die umfangreiche Bedienungsanleitung lässt gemütliche Lesestunden zu, gleichzeitig könnt ihr eure Fremdsprachenkenntnisse aufbessern.
Wenn ihr wissen wollt, wie die Ibanez GIO GRG klingt und was die Price Rangers an Pros und Cons so ermittelt haben, schaut euch den Clip an – wie immer am Ende mit dem klaren Urteil „Goldständer oder Tonne“.

Ibanez GIO GRG 140 Ibanez GIO GRG 140 Ibanez GIO GRG 140