Saitenvergleich – D’Addario, Fame, Harley Benton

Halbzeit Saitenwechsel!

In dieser Folge befassen sich Eure Price Ranger mal ausnahmsweise nicht mit billigen Gitarren oder Bässen, sondern mit deren Bespannung. Genau genommen mit Saiten für elektrische Gitarren. Was brauchen wir dafür? Na klar, ein paar E-Gitarren natürlich! Zum Glück sind seit Anbeginn drei baugleiche Instrumente im Rangerfuhrpark: Die Squier Affinity Strat ist unsere Testgitarre.
Dieses Instrument war bereits Gegenstand unserer allerersten Videos und erreichte souverän den Goldständer. Ausgestattet ist diese Gitarre mit zwei Humbuckern in Neck- und Bridgeposition, was sie von üblichen Stratocasters unterscheidet, die mit drei Singelcoil-Tonabnehmern bestückt sind. But without further ado, here comes to you: The strings!

Wir haben uns für Euch drei sehr häufig verkaufter Saitensätze angenommen, allesamt in der Stärke .009 bis .042 Zoll – metrisch ausgedrückt ist also die tiefe E-Saite 1,0668 mm dick, die hohe hingegen nur 0,2286 mm. Alle drei Sätze bestehen aus nickelplated steel und kommen von D’Addario (EXL 120, die beliebtesten Saiten dieses Herstellers), Fame (Hausmarke vom Musicstore) und Harley Benton (Hausmarke Thomann – affiliate link).

Preislich kosten die D’Addarios mehr als dreimal soviel wie die anderen beiden: 5,50 Euro werden hier fällig. Dafür punktet dieses Satz gleich beim Auspacken. Hier wurden alle Saiten in ein Plastiktütchen luftdicht eingeschweisst und selbiges in eine Papphülle gesteckt. Fertig.

Bei Fame geht es hingegen sehr umständlich zu: Jede Saite ist in einem Einzeltütchen, diese Einzeltütchen sind in einem größeren und darum herum kommt die Papphülle. Aha.
Gut für die Umwelt ist das sicher nicht. Der Preis in Höhe von 1,49 Euro schont jedoch selbst bei häufigem Saitenwechsel den Geldbeutel.

Ebenso schonend geht der Harley Benton Satz zu Werke; 1,49 Euro lautet auch hier der Preis. Sicherlich reiner Zufall. Bei Harley Benton verzichtet man immerhin auf ein Plastiktütchen, die lästige Einzelverpackung der Saiten findet man jedoch auch hier. Umständlich! Ranger Michi riss übrigens souverän ein Päckchen mit den Zähnen auf, um sogleich die abgetrennte Plastikecke einzuatmen. Don’t try this at home!

Mit einem ordentlichen Seitenschneider (Knipex) haben wir die aufgezogenen Saiten durchtrennt, um sogleich die neuen aufzuziehen. Verwechslungsgefahr besteht selbst für Unerfahrene nicht, da die D’Addario Saiten mittels verschieden farbiger Ballends codiert sind (Erklärung findet sich auf der Papphülle) und die Fame und Harley Benton Saiten in beschrifteten Tütchen geliefert werden. Wir haben die Saiten übrigens mit einem Bosch IXO Akkuschrauber und passendem Saitenkurbelbit aufgespult, das geht schnell und macht Spaß!

Der Test hingegen erforderte vor allem eine Menge Konzentration, denn es ist gar nicht so leicht, immer wieder exakt dasselbe zu spielen. Wir haben uns nach bestem Wissen und Gewissen sehr bemüht, um euch einen möglichst realistischen Eindruck von den drei Saitensätzen in jeder der drei möglichen Tonabnehmerschaltungen auf unseren Glitzerstrats zu vermitteln. Unseren Testaufbau könnt Ihr hier begutachten.
Wir selbst haben so etwas übrigens zuvor noch nicht ausprobiert und waren überrascht, wie schwer es doch ist, die Nuancen zu lokalisieren, zu bewerten und auch zu reproduzieren.

Versucht es selbst – am besten benutzt Ihr dazu Kopfhörer – und entscheidet dann, welcher der drei Saitensätze nun eines Goldständers würdig ist oder in die Tonne gehört!

Saitenvergleich

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Harley Benton HB JA-60 OW Wilkinson Pickups

Mit der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson lässt das Musikhaus Thomann in leider nicht näher bezeichneten fernen Gestaden eine attraktive Kopie der Fender Jazzmaster fertigen. 129 Euro beträgt der Kaufpreis – und das ist wirklich eine Ansage
Selbst Fenders Hauskopist Squier nimmt derzeit 211 Euro für die günstigste Jazzmaster, die wir natürtlich direkt nach Neuerscheinung auf der NAMM 2017 gerangert haben (link).

Bereits optisch sammelt die Harley Benton JA 60-OW Wilkinson zahlreiche Pluspunkte: Tortoise-farbenes Pickguard, matching headstock (die Kopfplatte ist in Korpusfarbe lackiert), weißes Binding am Hals, Blockinlays auf dem Palisandergriffbrett und aufeinander abgestimmte cremeweiße Plastikteile (Potiknöpfe, Tonabnehmerkappen und Schalter).

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Preis erwähnen: 129 Euro!
Selbst für die Verhältnisse Eurer sparsamen Price Rangers ist das nicht viel; blinged out to the max würden wir sagen – aber wir können kein Englisch. Die Verarbeitung selbst ist tadellos, lediglich die Bünde könnten eine Politur vertragen sowie die Befestigungsbuchsen des Stoptailpieces (wir können kein Englisch) ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer. Die wagen nämlich einen Blick über den Korpusrand und gucken aus selbigem heraus. Kein Weltuntergang.

Die Arbeitszeit wurde bei der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson offenbar eher in Einstellarbeiten investiert – und das ist auch gut so! Perfekte Intonation und trotz des dicken Halses und der gar nicht mal so flachen Saitenlage eine  astreine Bespielbarkeit.

So, nun aber die Röhren unseres Blackstar HT 5 (link) vorgeglüht und auf geht’s mit der wilden Fahrt! Clean kommen die beiden Wilkinson JM-ADWH Alnico-5 Vintage-Style P90 (link) Soapbar Tonabnehmer eher warm und dunkel rüber und knacken nicht so wie die üblichen Singlecoils, die wir vor allem in den Gitarren unserer Preisklasse bis 250 Euro vorfinden.

Das macht nichts, vor allem dann nicht, wenn wir in die Zerrklasse wechseln. Oftmals schneiden uns armen Rangers billige Singlecoilsounds nämlich die Ohren dermaßen ab, dass selbst van Gogh neidisch würde – nicht so bei dieser Jazzmaster Kopie. Die kann nämlich auch Blues, Rock und Metal. Und das für Einhundertneuund… ok, wir sind schon still.

Diese Gitarre gibt es von unserem affiliate-Partner, dem Musikhaus thomann, übrigens auch in 3 colour sunburst.

By the way. Aber wir können nur billig, kein Englisch.

Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60

Dean Guitars Edge 09 5-String Bass

Der Dean Guitars Edge 09 5-string Bass kostet nur 45,20 Euro! Hammer oder?
Okay, pro Saite. Insgesamt werden bei diesem Fünfsaiter also 226,- Euro fällig.
Agathis ist das Material der Wahl für den Korpus, der beim Dean Guitars Edge 09 einwandfrei in classic black lackiert wurde. Ahornhals dran, Palisandergriffbrett drauf und los geht’s?
Noch nicht ganz, einen DMT-Design Humbucker gilt es noch zu erwähnen, dazu einen Lautstärkeregler und eine Tonblende. Mehr gibt’s nicht. Die Brücke ist bei diesem Bass eine schlichte Konstruktion aus Winkelblech – aber sie erfüllt tadellos ihren Zweck.
Schlicht ist überhaupt ein Adjektiv, dass bisher zum Dean Guitars Edge 09 gut passt: Ausstattung und Optik sind sehr zurückhaltend. Macht aber rein gar nicht! Nicht in jeder Band ist der Bassist auch gleichzeitig der Frontmann, so dass etwas Bescheidenheit unschädlich ist. Im Zuge der spartanischen Elektrikausstattung sind Eure Finger gefragt, wenn es um Klangvariationen geht: Entweder Ihr positioniert sie an wechselnder Stelle zum Spiel oder Ihr bedient euch der Tonblende. Im vorliegenden Fall wird der Ton jedoch schon arg mumpfig, indifferent und druckarm, wenn man diese mit zu viel Elan zudreht. Daran ist der Doppelspuler schuld, der durchaus Brillianzen vermissen lässt – und was der Tonabnehmer nicht liefert, kann auch durch den Tonregler nicht hinzugemischt werden. Der Dean Guitars Edge 09 stammt aus China und wurde dort von offenbar kundiger Hand erschaffen: Weder die Lackierung an Korpus oder Halsrückseite noch die Bund- oder Sattelbearbeitung lassen Mängel erkennen, selbst die Intonation wurde bereits ab Werk korrekt eingestellt. Oftmals bleibt in den Fabriken ferner Länder zugunsten eines niedrigen Kaufpreises nicht die Zeit, um die erforderlichen Mess- und Einstellarbeiten gründlich vorzunehmen. Hier jedoch sammelt der Dean Guitars Ede 09 auf jeden Falls Pluspunkte. Unterm Strich weist der Bass ohnehin genug auf der Habenseite auf, um eine Tonne zu vermeiden. Er protzt nicht mit Opulenz und Vielfalt, jedoch erfreut er das Spielerherz durch solide Funktion und manchmal wirkt eine überzeugte Geradlinigkeit auch viel beruhigender als ein unsteter Allrounder.

 

Du willst Gear shoppen und gleichzeitig die Price Rangers unterstützen? (affiliatelink)

Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge

Harley Benton MS-60 CA LTD Edition 2016

Harley Benton MS-60. 129,- Euro. Braucht es mehr Argumente? Nein, natürlich nicht – aber 10 weniger sind auf jeden Fall nützlich. Seit unserem Besuch auf der grünen Couch ist diese Kopie der Fender Mustang noch billiger geworden. 119,- Euro für viel rotes Blingbling mit weißen Streifen. Bereits überzeugt? Okay, hier ist der affiliate link für beherztes Shoppen beim Musikhaus Thomann. Die Gitarre gibt’s alternativ auch in weiß und blau.
Gratis dazu bekommt ihr nicht nur das erforderliche Werkzeug zum Einstellen der Halskrümmung, sondern auch einen coolen Sticker („in case of fire rescue my guitars“) und Plektren, die ihr aus einer Visitenkarte herausdrücken könnt. Soso!
Verbaut wurde hier ein Lindenkorpus nebst Ahornhals und Palisandergriffbrett, dazu eine solide tune-o-matic Brücke nebst stoptail piece, dome speed Potiknöpfen und sogar einem Perloid Schlagbrett. Die Elektrik ist wie beim Original und auch so verschaltet:
Die beiden Singlecoil-Tonabnehmer teilen sich eine Tonblende und den Lautstärkeregler, jedoch verfügt jeder pickup über einen eigenen on/off switch.
On/off switch? Ist das nicht eine ziemlich doofe Idee, hätte man das nicht einfach über einen 3-way toggle oder Klingenschalter lösen können? Na klar! Aber zum einen wäre die Harley Benton MS-60 dann nicht mehr eine authentische Kopie des Originals und zum anderen wäre es wohl schlichtweg zu praktisch. Wir möchten nichts verschweigen: Und hat diese Schaltertechnik einfach genervt und im Spielbetrieb sogar immer wieder verwirrt. Selbstverständlich zweifeln wir folgerichtig weder an unserer Intelligenz noch an unserer Merkfähigkeit sondern haben schnell die Schuldige ausgemacht: Die kurze war’s!
Kurz? Jawoll! Mit einer Mensur von nur 610 mm ist der bespielbare Bereich des Halses kleinflächiger als bei den meisten anderen Gitarren. Das bedeutet zwar, dass man für tricky bullshit Akkorde die Finger geringer spreizen muss, bringt jedoch den Haken mit, dass sich beim Solo-Gefiedel deutlich zeigt, wer präzise trifft und wer nicht.
Da der Hals der Harley Benton MS-60 zudem noch ganz schön dick profiliert ist und man auch noch mit dem Fingerdruck sensibel sein muss, um keine schiefen Töne zu forcieren, stellt die Gitarre schon recht hohe Ansprüche an den Spieler. Leider wächst man aber nicht mit diesen Herausforderungen sondern fühlt sich ausgebremst und gehemmt.
Apropos schiefe Töne: Trotz zeitaufwendiger Korrektur der Intonation konnte diese nicht perfekt eingestellt werden, da der Einstellbereich der Saitenreiter an der tune-o-matic Brücke nicht ausreichend war. Hier geht also etwas so gar nicht mit rechten Dingen zu; ggf. müsste sogar am Sattel nachgearbeitet werden.
Ob wir nun den sound der singlecoils als quäkend oder nur farblos empfanden kann dahingestellt bleiben. Hört selbst.
Billig sein wäre ja schon mal ein guter Anfang gewesen, willig sein gehört jedoch auch dazu. So spricht im Ergebnis Ranger Paul gegen Ende des Videos einen bedeutungsschwangeren Satz, der unseren Eindruck von der Harley Benton MS-60 gut zusammenfasst und auf den Punkt bringt. Kleiner Tipp: Das Wort „Charme“ kommt darin vor.

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Harley Benton HB 35 Vintage Series (Gibson Kopie)

179,- Euro für die Harley Benton HB 35? Goldständer, na klar! Nein, so einfach machen wir es weder uns, Euch, noch den Kandidatinnen. Entscheidend bei den Price Rangers ist der Preis nämlich nur bei der Auswahl der Instrumente.
Wobei wir gerne zugeben, dass wir beim Unboxing der Gitarre schon erstmal leise „wow“ sagten. Eine Semi-Hollow, also eine Halbresonanzgitarre mit F-Löchern in der Decke, Sunburstlackierung auf Korpus Vorder- und Rückseite, Binding am Body und am Hals… das ist selbst für altgediente Price Ranger ’ne Menge Holz. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ahornkorpus, Ahornhals, Pailsandergriffbrett – das Original von Gibson, die ES-335, verfügt hingegen über einen Mahagonihals. Für den Preis der Gibson bekommt man aber eine Wagenladung Harley Bentons: Gut acht Stück!

Uns reicht eine. Mit zwei Humbuckern. Diese werden über einen 3-way Toggle angesteuert und können durch separate Lautstärke- und Toneregelung so sanft ausbalanciert und zusammengemischt werden, wie es euch gefällt. Tremolo hat die Gitarre keins, ganz klassisch gibt es hier eine Tuneomatic-Bridge und ein Stoptailpiece auf der Decke.

An die Decke könnten die Price Ranger fast gehen, wenn der Blick auf Details der Verarbeitung fällt. Die Bünde wurden nicht poliert und der erst nicht fest in das Palisandergriffbrett eingeschlagen. Gleiches gilt für die Metallhülsen, die die Schraubend er Brückenkonstruktion auf dem Body halten. Was tun? Nacharbeiten. Und zwar mit Gummihammer, Metallpolitur und etwas Geschick. Die Intonation der Gitarre geht insgesamt in Ordnung, an der G Saite müsst Ihr jedoch noch einmal Hand anlegen. Das ist kein Weltuntergang, das erforderliche Werkzeug liegt neben Plektren, einem Sticker und einem Gitarrenkabel der Gitarre bei und ein Stimmgerät habt Ihr sicherlich im Haus.

Flugs mit unserem Blackstar HT5 Amp (affiliate) verkabelt, tönt die Harley Benton HB 35 auch schon los und öffnet mit einem selbstbewussten Schubs die Tür zur Welt der Halbresonanzgitarren. Und ein solches Modell darf ja grundsätzlich in keinem ordentlichen Gitarristenhaushalt fehlen. Vielseitig geht unsere Gitarre zu Werke – von clean bis lead ist alles drin und wir merken schnell: Nicht der Name auf der Kopfplatte macht den Sound, sondern die verbauten Komponenten – und von denen hört und sehr Ihr mehr im Clip!

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Harley Benton TE-80 NT Deluxe Series

Mit 4,3 kg ist die Harley Benton TE-80 NT Deluxe Series schon ein Schwergewicht. Diese Kopie der Fender Telecaster entstammt dem Musikhaus Thomann; Harley Benton ist hier eine der Hausmarken. Weder verleugnet die Gitarre optisch ihr großes amerikanisches Vorbild, noch lässt das funky Aussehen auf den niedrigen Anschaffungspreis von 189,- Euro schließen. Ein weiterer Vorfahre war sicherlich die Hohner HG 490, dem unsere TE-80 zum Verwechseln ähnlich sieht.

Ein Eschekorpus mit Walnussstreifen sowie einer aufgeleimten Decke aus Riegelahorn und ein Ahornhals mit einem aufgeleimten Ahorngriffbrett: Das sind die Zutaten aus dem Sägewerk. Dazu ein schwarzes Binding an Korpus Vorder- und Rückseite und ein auffälliges zweigeteiltes Tortoise-Schlagbrett, in dem die Pickups befestigt sind.
Zwei Telecaster-typische Singlecoils, einen 3-way switch und jeweils ein Volume und ein Tonepoti – so wird der klassische Sound elektrisch erzeugt und gesteuert.
Die Potiknöpfe sind aus Metall und geriffelt, so wertig sieht das gut aus und ist astrein bedienbar.

Toll finden die Price Rangers die six-saddle bridge, die es ermöglicht, die Intonation und Saitenlage für jede Gitarrensaite individuell einzustellen – kein Standardfeature an einer Telecaster-Kopie! Die Gitarre kam zwar ab Werk passabel eingestellt zu uns auf die grüne Couch, die Bünde auf dem Griffbrett waren jedoch nicht poliert. Überhaupt fanden wir den Ahornhals mit C-Shape eher schwer greifbar, was seiner Dicke geschuldet ist.
Die Tuner funktionierten bei unserem Test problemlos. Etwas besseres als einen Kunststoffsattel bekommt man in der Preisklasse leider eher selten, der montierte war jedoch gut bearbeitet und verursachte keine Probleme.

Tonal überzeugt unsere knackige Tele mit einer flotten Ansprache und fühlt sich im rhythmischen, durchsetzungsfähigen Spiel sofort Zuhause. Zwar klingen die Pickups mitunter spitz und generell höhenlastig, dies lässt sich jedoch mit dem Toneregler etwas entschärfen. Sensibel bedient macht er den Ton milder, grob zugedreht wird den Pickups und uns jedoch mulmig. Alternativ lässt man das Tonepoti offen und regelt die Ausgangslautstärke der Gitarre zurück. Dies hat auch den Vorteil, das sich im verzerrten Klangbereich der Zerrgrad über das Volumepoti regeln lässt. Nach Bässen muss man suchen, für ein richtig tiefes Fundament sind jedoch einspulige Tonabnehmer generell nicht zuständig.

Unterm Strich gibt’s hier mit kleinen Abzügen bei der Bundbearbeitung und der Saitenlage, sowie bei der Halsdicke (Geschmackssache!) einen klaren Goldständer von beiden Price Rangers. Auch wenn Ranger Michi kein Prince Fan ist.

Euch gefällt die Harley Benton TE-80 NT Deluxe und Ihr wollte eine eigene, dann klickt hier (affiliate link):

ttps://www.thomann.de/de/harley_benton_te80_nt_deluxe_series.htm?ref=search_prv_8?partner_id=87026

Harley Benton T 80 harley-benton-te-80 Hohner HG 490

 



Harley Benton ST 20 Stratocaster Kopie

Eric Clapton? Der hatte doch auch mal eine Stratocaster? Da das Signaturemodell von Fender weit außerhalb unseres Rangerbudgets liegt, versuchen wir uns an einer Kopie des Originals Harley Benton ST 20 aus dem Hause Harley Benton (Hausmarke von thomann). Für sagenhafte 79,- Euro kommt diese Strat mit der klassischen Ausstattung auf die Couch: 3x Singelcoil-Tonabnehmer und ein Vintage 6-Point Tremolo. Schwarz wie Claptons Blackie, fünf verschiedene Sounds, Spielkomfort selbst bei Hartmetall – aber auch Verarbeitungsmängel.

Sunshine of your love im Goldständer oder doch „this place where the sun never shines” (White Room), unserer Tonne? Wir haben getestet und geurteilt, seht selbst!

Harley Benton ST 20Harley Benton ST 20Harley Benton ST 20

Squier Affinity Telecaster Solidbody by Fender

Howdy Folks! In diesem Clip testen die Price Rangers Paul und Michi für euch die Squier Affinity Telecaster in Butterscotch Blonde für 199,- Euro.
Gut gefällt uns bei diesem chinesischen Qualitätsinstrument fast alles – wow!
Die Saitenlage ist dank gut gesägten Sattelkerben und prima bearbeiteten Bünden niedrig und so twangt die Tele mit geringem Kraftaufwand bis in die höchsten Lagen.
Zu meckern hat Ranger „Endkontrolle“ Michi immer was – bei dieser Squier Affinity Telecaster stört ihn der scharfkantige Wahlschalter der Tonabnehmer (Heulsuse!) sowie die schrägen Erlenteile, aus denen der Korpus zusammengeleimt wurde.
Für Ranger Paul kommt stets Sound vor Schönheit, so dass ihm der Halspickup wenig zusagt, der für seinen Geschmack zu wenig Persönlichkeit mitbringt.
Wie werden die Rangers nun entscheiden? Es gefällt ihnen fast alles  – aber reicht das trotz Verarbeitungsmängeln und klanglicher Defizite für den Goldständer? Der Clip wird diese Frage beantworten…

Squier Affinity Telecaster