Harley Benton HB JA-60 OW Wilkinson Pickups

Mit der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson lässt das Musikhaus Thomann in leider nicht näher bezeichneten fernen Gestaden eine attraktive Kopie der Fender Jazzmaster fertigen. 129 Euro beträgt der Kaufpreis – und das ist wirklich eine Ansage
Selbst Fenders Hauskopist Squier nimmt derzeit 211 Euro für die günstigste Jazzmaster, die wir natürtlich direkt nach Neuerscheinung auf der NAMM 2017 gerangert haben (link).

Bereits optisch sammelt die Harley Benton JA 60-OW Wilkinson zahlreiche Pluspunkte: Tortoise-farbenes Pickguard, matching headstock (die Kopfplatte ist in Korpusfarbe lackiert), weißes Binding am Hals, Blockinlays auf dem Palisandergriffbrett und aufeinander abgestimmte cremeweiße Plastikteile (Potiknöpfe, Tonabnehmerkappen und Schalter).

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Preis erwähnen: 129 Euro!
Selbst für die Verhältnisse Eurer sparsamen Price Rangers ist das nicht viel; blinged out to the max würden wir sagen – aber wir können kein Englisch. Die Verarbeitung selbst ist tadellos, lediglich die Bünde könnten eine Politur vertragen sowie die Befestigungsbuchsen des Stoptailpieces (wir können kein Englisch) ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer. Die wagen nämlich einen Blick über den Korpusrand und gucken aus selbigem heraus. Kein Weltuntergang.

Die Arbeitszeit wurde bei der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson offenbar eher in Einstellarbeiten investiert – und das ist auch gut so! Perfekte Intonation und trotz des dicken Halses und der gar nicht mal so flachen Saitenlage eine  astreine Bespielbarkeit.

So, nun aber die Röhren unseres Blackstar HT 5 (link) vorgeglüht und auf geht’s mit der wilden Fahrt! Clean kommen die beiden Wilkinson JM-ADWH Alnico-5 Vintage-Style P90 (link) Soapbar Tonabnehmer eher warm und dunkel rüber und knacken nicht so wie die üblichen Singlecoils, die wir vor allem in den Gitarren unserer Preisklasse bis 250 Euro vorfinden.

Das macht nichts, vor allem dann nicht, wenn wir in die Zerrklasse wechseln. Oftmals schneiden uns armen Rangers billige Singlecoilsounds nämlich die Ohren dermaßen ab, dass selbst van Gogh neidisch würde – nicht so bei dieser Jazzmaster Kopie. Die kann nämlich auch Blues, Rock und Metal. Und das für Einhundertneuund… ok, wir sind schon still.

Diese Gitarre gibt es von unserem affiliate-Partner, dem Musikhaus thomann, übrigens auch in 3 colour sunburst.

By the way. Aber wir können nur billig, kein Englisch.

Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60

Squier Bullet Stratocaster Hardtail

Squier Bullet Stratocaster Hardtail – vier Worte klangen selten besser!

Aber vamos a la Squier! Die gibt’s in weiß, rot und im getesteten schwarz. Eure Price Rangers haben zusammengelegt, 129 Euro in die Hand genommen und sich für die Variante entschieden, die Fehler bei der Lackierung offenherzig zur Schau tragen muss. The black one.
Die guten Nachrichten diesmal gleich zu Anfang: Die Verarbeitung ist wirklich in Ordnung.
Die Lackierung lässt keine Rückschlüsse auf den Kaufpreis zu, die Bundbearbeitung bewahrt unsere kostbaren Rangerhände vor übermäßigem Verschleiß und sogar auf Kleinigkeiten wurde geachtet: Alle Pickguardschrauben sind gerade eingedreht. Wow!
Für Ranger Michi wäre an dieser Stelle die Reise fast beendet: Sieht gut aus, fühlt sich gut an, kostet nur ein Taschengeld, Goldständer!
Aber so leicht kommt die Squier Bullett Stratocaster nicht davon. Übrigens! Wir könnten sie auch „Startocaster“ nennen – sie ist die billigste der billigen Hauskopien der großen Schwester von Fender, die Einstiegsgitarre, der absolute Beginner. Merkt man aber fast nicht!
Ausgestattet mit 2 Singlecoils am Hals und mittig montiert sowie einem Humbucker an der Brücke kommt diese Stratocaster elektrisch nicht klassisch bestückt daher und auch die Ausstattung ohne Tremolo ist ungewöhnlich. Aber! Aber ein Tremolo macht nur froh, wenn es die Stimmung halten ko. Des war boarisch. Ois klar?
In unserer Preisklasse bis 250 Euro werden uns regelmäßig Tremolos untergejubelt, die uns nicht jubeln lassen: 6-point Systeme, die eine sanfte Hand und am besten einen gut mit Graphit (Bleistift!) geschmierten Sattel erfordern sonst geht mit der Stimmung der Gitarre auch die des Spielers verloren. Anyway! Vermissen wir nun das Tremolo bei der Squier Bullet Stratocaster Hardtail?
Nein, nicht wirklich. Ranger Paul vermisst jedoch dringend ein Tonepoti. An jeder Strat gibt es aber für gewöhnlich nur zwei – hier ist jedoch der Humbucker mit keinem der Beiden verbunden, so dass beide Spulen ungedämpft zu Werke gehen müssen. „Power is nothing without control“ – so wirbt Pirelli für seine Reifen. Aber mehr als eine Volumecontrol hat die Squier nicht anzubieten.
Ranger Michi kümmert das nicht. „Don’t stop for nothing it’s full speed or nothing“ rief schon James Hetfied in „Motorbreath“ und so fehlt ihm auch die Tonblende nicht.
In einem Punkt sind sich aber beide Ranger einig: guter Preis, gute Besserung, gute Gitarre, Goldständer!

Squier Bullet Stratocaster

Squier Bullet Stratocaster Squier Bullet Stratocaster

Harley Benton MS-60 CA LTD Edition 2016

Harley Benton MS-60. 129,- Euro. Braucht es mehr Argumente? Nein, natürlich nicht – aber 10 weniger sind auf jeden Fall nützlich. Seit unserem Besuch auf der grünen Couch ist diese Kopie der Fender Mustang noch billiger geworden. 119,- Euro für viel rotes Blingbling mit weißen Streifen. Bereits überzeugt? Okay, hier ist der affiliate link für beherztes Shoppen beim Musikhaus Thomann. Die Gitarre gibt’s alternativ auch in weiß und blau.
Gratis dazu bekommt ihr nicht nur das erforderliche Werkzeug zum Einstellen der Halskrümmung, sondern auch einen coolen Sticker („in case of fire rescue my guitars“) und Plektren, die ihr aus einer Visitenkarte herausdrücken könnt. Soso!
Verbaut wurde hier ein Lindenkorpus nebst Ahornhals und Palisandergriffbrett, dazu eine solide tune-o-matic Brücke nebst stoptail piece, dome speed Potiknöpfen und sogar einem Perloid Schlagbrett. Die Elektrik ist wie beim Original und auch so verschaltet:
Die beiden Singlecoil-Tonabnehmer teilen sich eine Tonblende und den Lautstärkeregler, jedoch verfügt jeder pickup über einen eigenen on/off switch.
On/off switch? Ist das nicht eine ziemlich doofe Idee, hätte man das nicht einfach über einen 3-way toggle oder Klingenschalter lösen können? Na klar! Aber zum einen wäre die Harley Benton MS-60 dann nicht mehr eine authentische Kopie des Originals und zum anderen wäre es wohl schlichtweg zu praktisch. Wir möchten nichts verschweigen: Und hat diese Schaltertechnik einfach genervt und im Spielbetrieb sogar immer wieder verwirrt. Selbstverständlich zweifeln wir folgerichtig weder an unserer Intelligenz noch an unserer Merkfähigkeit sondern haben schnell die Schuldige ausgemacht: Die kurze war’s!
Kurz? Jawoll! Mit einer Mensur von nur 610 mm ist der bespielbare Bereich des Halses kleinflächiger als bei den meisten anderen Gitarren. Das bedeutet zwar, dass man für tricky bullshit Akkorde die Finger geringer spreizen muss, bringt jedoch den Haken mit, dass sich beim Solo-Gefiedel deutlich zeigt, wer präzise trifft und wer nicht.
Da der Hals der Harley Benton MS-60 zudem noch ganz schön dick profiliert ist und man auch noch mit dem Fingerdruck sensibel sein muss, um keine schiefen Töne zu forcieren, stellt die Gitarre schon recht hohe Ansprüche an den Spieler. Leider wächst man aber nicht mit diesen Herausforderungen sondern fühlt sich ausgebremst und gehemmt.
Apropos schiefe Töne: Trotz zeitaufwendiger Korrektur der Intonation konnte diese nicht perfekt eingestellt werden, da der Einstellbereich der Saitenreiter an der tune-o-matic Brücke nicht ausreichend war. Hier geht also etwas so gar nicht mit rechten Dingen zu; ggf. müsste sogar am Sattel nachgearbeitet werden.
Ob wir nun den sound der singlecoils als quäkend oder nur farblos empfanden kann dahingestellt bleiben. Hört selbst.
Billig sein wäre ja schon mal ein guter Anfang gewesen, willig sein gehört jedoch auch dazu. So spricht im Ergebnis Ranger Paul gegen Ende des Videos einen bedeutungsschwangeren Satz, der unseren Eindruck von der Harley Benton MS-60 gut zusammenfasst und auf den Punkt bringt. Kleiner Tipp: Das Wort „Charme“ kommt darin vor.

Harley Benton MS-60 Harley Benton MS-60 Harley Benton MS-60

 

Jack & Danny TL Thinline (Telecaster Kopie)

 

In dieser Folge testen die Price Rangers für Euch eine Jack & Danny TL Thinline für 149,- Euro. Hierbei handelt es sich um eine Kopie einer Fender Telecaster der musicstore Hausmarke, die seit unserem Test leider 10,- Euro teurer geworden ist.

Erlenbody, angeschraubter einteiliger (!) Ahornhals mit V-Profil (mehr dazu im Clip) und aufgeleimtes Palisandergriffbrett – aus diesen Holzkomponenten wurde die Gitarre in China gefertigt, bevor sie in Butterscotch Blonde lackiert wurde. Der Begriff bezeichnet übrigens eine Süßware, die im wesentlichen aus braunem Zucker und Butter besteht. Nun gut!
Jedenfalls fand diese sechssaitige Süßigkeit also ihren Weg über Köln zu uns auf die grüne Couch. Klassisch ausgestattet kommt die Jack & Danny TL Thinline mit zwei Alnico TL Singelcoil-Tonabnehmern des Wegs, zwischen welchen man sich mittels 3-Weg-Schalter entscheiden kann. Wozu dann die dritte Schaltposition fragt Ihr Euch? Na klar, man kann die beiden auch kombinieren! Geregelt werden die Pickups über Volume- und Tonepotis. Jeder nur einmal? Jawoll, hier wird geteilt.
Bei der Brückenkonstruktion ist  – leider – auch alles ganz traditionell gefertigt. So teilen sich im sog. Ashtray jeweils zwei Saiten einen Saitenraiter (man spricht auch von „Doppelsaitenreitern“).
Der Nachteil hierbeit ist, dass sich die Intonation, also die Oktavreinheit der Gitarre nur paarweise einstellen lässt. Präzision sieht also anders aus – aber hören wir mal rein!
Clean klingt das Ganze schon durchaus hübsch, auch wenn der Bridgepickup hier bereits etwas schrill zu Werke geht und sich fast eine Drosselung durch die Toneblende wünscht.
Ziemlich authentisch lässt sich die Jack & Danny TL Thinline Twang-Klänge entlocken.
Mit etwas Verzerrung jedoch hört man schnell die nicht präzise justierte und auch nicht ganz exakt einstellbare Intonation: Hin und wieder klingt diese Telecaster Kopie einfach schief. Weiterhin sind leider alle Mechaniken locker, so dass gerade Ranger Paul fast so verstimmt war wie die immer wieder krumme H-Saite. So ein Mangel lässt sich zwar kinderleicht beheben (Schrauben festziehen), lästig ist er dennoch.

Mit einem Übermaß Verzerrung kann die Jack & Danny TL Thinline nicht besonders gut umgehen (einfach selbst nachhören): Aus Metal wird eher Distortionbrei als Breitseite.
Abhilfe könnte hier ein Equalizerpedal (z.B. ein Behringer EQ 700, Boss GE-7, (affiliate)) zur Korrektur von Einzelfrequenzen schaffen.
Der Thinline-Effekt beschränkt sich übrigens auf eine raffinierte Optik und eine Gewichtsreduktion: Von den resonanten Eigenschaften einer Semi-Hollow-Konstruktion konnten Eure Ranger akustisch sehr wenig wahrnehmen.

Fazit? Die Jack & Danny TL Thinline bringt ja schon ein paar Mängel mit… reicht das noch für einen Goldständer oder wird sie kaltblütig eingetonnt? Clip anschauen, rausfinden!

Jack & Danny TL Thinline

Jack & Danny TL Thinline

Jack & Danny TL Thinline

Jack & Danny TL Thinline

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Squier Affinity Stratocaster SSS by Fender

Eine Squier Affinity Stratocaster in Slick Silver mit S-S-S Tonabnehmerbestückung!
Also lispeln dürfen eure Price Ranger hier auf keinen Fall – selbst für Jimi Hendrix wäre diese Gitarre ein Zungenbrecher!
Für läppische 189 Euro bekamt Ihr zum Testzeitpunkt von Squier einen silbern umhüllten Erlenbody mitsamt per Schraubverbindung befestigtem Ahornhals nebst Palisandergriffbrett. Crafted in China. Mittlerweile müsst Ihr schon 212 Euro auf den Tisch legen, um euch die Gitarristenzukunft versilbern zu lassen.

Elektrisch kommt diese Squier Stratocaster ganz klassisch bestückt zu uns auf die grüne Couch: Drei einspulige Tonabnehmer, die per 5-way Schalter kombinierbar sind. Dazu servieren wir nach Art des Hauses Fender zwei Tonecontrols und einen Lautstärkeregler. Einzeln müsst Ihr die Saiten selber benden, für alle sechs auf einen Streich könnt Ihr das Vintage 6-point Tremolo benutzen.
Ganz verstimmungsfrei arbeitet diese Art Vibrato (Link: Wikipedia) konstruktionsbedingt nicht, für einen silbernen Schimmer zu den Tönen ist es aber allemal gut genug.

Gut genug ist Euren Price Rangers natürlich zu wenig. Wer in den Goldständer will, muss sich ins Zeug legen. Unsere Squier Affinity Stratocaster tut das! Mit fünf klassisch-unterschiedlichen Sounds schmiegt sie sich schon nahe an die vom Original gesetzte Messlatte. Zudem sind die Tonabnehmer schön ausbalanciert, so dass zwischen den Schalterstellungen keine erheblichen Lautstärkeunterschiede auftreten. Einzig am Bridgepickup haben wir zu bemängeln, dass er wenig Druck von unten mitbringt und sowohl clean als auch crunchy gespielt arg höhenlastig loslegt.
Ach so! Metal kann die Squier Affinity Stratocaster zu Ranger Michis Leidwesen nicht – dafür hat Ranger Paul nix an der Saitenlage zu beanstanden. Und so was lässt nur ein sehr gütiger Zufall zu.
Die Verarbeitung ist von einer nahezu unsichtbaren Lackmacke am Halsfuß tadellos und somit lautet unser einstimmiges Prüfergebnis… ach, schaut’s Euch einfach an.

Ich will auch eine Squier Affinity Stratocaster (affiliate) mein eigen nennen:

In Silber
In Orange
In Rot

Squier Affinity Stratocaster Squier Affinity Stratocaster

Jack & Danny TL Natural (Telecaster Kopie)

Mit Qualitätszertifikat kommen die vier Holzstücke zu den Price Rangers, aus denen die Jack & Danny TL Natural gezimmert wurde. Zweimal Erle für den Body und zweimal Ahorn für den Hals – das Ganze zum Testzeitpunkt für schlappe 99,- Euro.
Zwischenzeitlich hat diese Fender Telecaster Kopie vom musicstore in Köln die drei Digits geknackt: 102,50 Euro müsst Ihr momentan für die TL investieren. Also einfach am Wochenende zwei Fuffies weniger durch den Club schmeißen und alles könnte im grünen Bereich sein.
Die Stimmung Eurer Price Ranger ist jedoch leider keineswegs so grün wie die Hoffnungen, die das Qualitätszertifikat geweckt hat. Scharfkantige Bundenden, schwergängige Potis, verrostete Hardware, eine Mechanik auf richtig schiefer Bahn – fehlen eigentlich nur noch ein paar charakterschwache Sounds, um uns zusätzlich zur schlampigen Verarbeitung teilweise minderwertiger Bauteile noch weiter unglücklich zu machen.

Hierzu bringt die Jack & Danny TL zwei Single Coil Tonabnehmer in Neck- und Bridgeposition mit, ein Volume- und ein Tonepoti sowie einen Dreiwegschalter zum ansteuern der Pickups. Positiv fallen hier die wertigen Domespeedknöpfe auf, die exzellenten Grip bieten.

Klingen die billigen Akkorde von Ranger Michi noch durchwegs okay, werden Ranger Pauls Twang-Bestrebungen jedoch durch die Elektrik ausgebremst und tönen etwas farblos durch’s Rangerhauptquartier mit der grünen Couch. Unter dem Einfluss von mehr und mehr Verzerrung werden wir zwar stetig zufriedener aber Distortion ebnet bereits konzeptionell all das ein, was wir clean gerne gehört hätten: Akzentuierte, differenzierte tonale Ansprache und vor allem Tele-Twang! Kriegen wir nicht hin, nicht mit diesen Pickups!

Leider gibt es weder attraktive Verarbeitung (obwohl die Gitarre schon gut aussieht!) noch klangliche Meisterstücke. Somit ist es wenig überraschend wie Eure Price Ranger über dieses qualitätszertifizierte Mängelexemplar geurteilt haben: Hinein mit ihr in unsere hungrige Tonne!

Solltet Ihr dennoch eine Jack & Danny TL erwerben wollen, checkt sie gründlich auf Verarbeitungsmängel und legt euch etwas Geld für andere Pickups auf die Seite – dann könnte auch aus dieser Gitarre noch etwas werden!

Jack & Danny TL Jack & Danny TL Jack & Danny TL

 

Fender CD-60 NT Natural Acoustic Guitar

Fender CD-60 NA Akustik Gitarre

Gute 70 Jahre nach ihrer Gründung verkauft seine erste Firma die Fender CD-60. Das hätte sich Leo womöglich nicht träumen lassen. Die Price Rangers haben für Euch die Akustikgitarre für 129,- Euro auf die grüne Couch geholt. Im price range befindet sie sich schon mal. Mehr als 250,- Euro dürfen unsere Instrumente nicht kosten, sonst sind sie nicht mehr billig genug. Bei dem niedrigen Kaufpreis befand sich nur die Gitarre und ein Inbusschlüssel zur Einstellung des Halsspannstabs im Lieferumfang. Aber selbst bei knappem Budget sollte jetzt noch ein Zwanziger übrig sein, um die Gitarre auf dem Weg zum nächsten Gig oder Lagerfeuer  zu beschützen. Und schon sind wir beim Thema!
Für Akkorde am Lagerfeuer ist die Fender nämlich gut geeignet. Selbst wenn noch ein paar Banausen plaudern während Ihr spielt, liefert die Dreadnought mit dem großen Korpus einen transparenten, lauten und vollen Ton ab, der sich durchzusetzen weiß. Und wenn Ihr dann die Aufmerksamkeit aller Anwesenden habt, könnt ihr auch leisere Töne anschlagen. Auch die artikuliert diese Westerngitarre sauber und mit schneller Ansprache. Boden und Zargen aus Mahagoni, Fichtendecke, Natohals und Palisandergriffbrett – das sind die organischen Zutaten dieser indonesischen Gitarre. Die Fertigung geschah sehr sauber und präzise. Die Intonation ist korrekt und das ist auch wichtig! Infolge des festen Steges ist sie durch Euch nicht nachjustierbar. Auch die Stimmmechaniken tun das was sie sollen: Rotieren und die Stimmung halten. Dazu werksseitig ein Satz coated strings, das gefällt uns! Beschichtete Saiten genießen den Ruf, länger spielbar zu sein, da sie weniger empfindlich auf Handschweiß reagieren. Sauber! Weniger gut gefiel uns die Bundbearbeitung rund um das zwölfte Stäbchen, die Soloausflüge in die hohen Lagen zu einem leicht schnarrenden Vergnügen macht. Zum Glück hat die Gitarre keinen Cutaway im Korpus, also sind die hohen Bünde ohnehin nicht in Reichweite.
Tolle Verarbeitung, satter lauter Klang, feine Bespielbarkeit, Taschengeldpreis – Rangerherz, was willst Du mehr?

Fender CD-60 Fender CD-60 Fender CD-60

Squier Bullet Mustang by Fender Offset Guitar

Squier Bullet Mustang by Fender

Dieses Jahr feiert die Fender Mustang bereits ihren 53. Geburtstag! Unser Pferdchen aus dem Squier Stall ist jedoch brandneu und kommt in einem glitzernden „imperial blue“ lackiert frisch von der NAMM 2017! Lindenkorpus, Ahornhals und Palisander Griffbrett – ne ganze Menge Holz für 139,- Euro. Dazu bekommt ihr auf dem Offsetkorpus auch noch zwei Humbucker nebst 3-way Toggle und zwei Drehknöpfe: einen für die Lautstärke und einen für den guten Ton. Ein Vibrato gibt’s bei diesem Pony aus China allerdings nicht mit dazu – das Original von Fender wurde also nicht bis ins letzte Detail kopiert.

Unser Testmodell verfügt über eine kurze Mensur, das heißt das Griffbrett ist ein paar Zentimeter knapper bemessen als bei den meisten anderen Gitarren. Das hat den Vorteil, dass selbst Akkorde über mehrere Bünde spürbar leichter gegriffen werden können. Beim Solospiel in hohen Lagen merkt man jedoch, dass man seine Finger schon gut sortieren muss, um den richtigen Ton zu treffen. Das Ganze erfordert zum Glück wenig Kraftaufwand.

Die Squier Bullet Mustang ist ein auch für Anfänger leicht zu reitendes Pony! Vielleicht dachten sich das auch Kurt Cobain, Jimi Hendrix oder John Frusciante – jedenfalls ist der Überlebende der drei Mustangspieler ein richtig guter Gitarrist! Und ein solcher könnt ihr auch werden. Die Verarbeitung ist fast fehlerfrei: Spiegelplane Lackierung, keine scharfen Kanten an den Bünden und auch der Hals sitzt sicher in seiner Ausfräsing. Im Zuge der fast perfekt eingestellten Intonation macht das Spielen viel Freude und es lassen sich in den verschiedenen Schalterstellungen auch unterschiedliche Klänge erzeugen. Dazu müsst ihr aber unbedingt unser Video ansehen und -hören! Clean, Crunch und High Gain – das alles steckt unser kleines blaues Pony mit dem schlanken Body weg. Und so landet es letztlich auch da wo es für 139,- Euro Kaufpreis auf jeden Fall hingehört… nämlich… ach, seht selbst!

Wenn euch unser Video gefallen hat, teilt es gerne mit euren Freundinnen und Freunden!

squier bullet mustang squier bullet mustang squier bullet mustang

 

Squier Affinity Jazzmaster Arctic White by Fender

Squier Affinity Jazzmaster by Fender AW Offset Guitar

Von den Ventures über die Beach Boys, Elvis Costello, The Cure, Sonic Youth, J. Mascis von Dinosaur Jr. bis hin zu deutschen Bands wie Tocotronic. Wie könnten die Price Rangers eine Gitarre wiederstehen die sich so großer Beliebtheit in diversen Genres erfreut?

Von 1958 bis 1982 führte die Fender Jazzmaster ein bewegtes Leben und sollte sogar als Topmodell die Fender Stratocaster beerben! Das klappte nicht besonders gut und so tauchte die Jazzmaster erst in den 1990er Jahren in der Grunge– und Independentszene wieder auf, um dort ihren zweiten Frühling zu erleben.
Mittlerweile reicht die Produktpalette von teuren Custom-Shop-Instrumenten seit der letzten NAMM 2017 im Januar bis zu unserer Jazzmaster aus China, die ihr für 219,- Euro in Händen halten könnt. Erlenkorpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett und eine verschlankte Elektrikausstattung reduziert auf zwei Humbucker, einen Toggle Switch, Volume und Tone Control – das sind die Zutaten, aus denen Squier die getestete Jazzmaster gezaubert hat. Dabei wurde gleich mal das aufwändig konstruierte Tremolo eingespart und gegen eine Hardtail-Bridge getauscht. Da die Saiten hier durch den Korpus geführt sind, bekommt ihr jedoch ein verbessertes Sustain und Schwingverhalten gegenüber dem Original.
Jazz mastert die Squier Affinity Jazzmaster vielleicht nicht so gelassen wie ihre große Schwester von Fender, umso besser kommt sie jedoch mit härteren Tönen zurecht, nimmt uns an die Hand und führt uns direkt in den Indiebereich.
Die Optik ist schlicht gehalten: ein weiß („arctic white“) lackierter Offset-Body, ein schwarzes Pickguard, schwarze Tonabnehmerkappen, schwarze Knöpfe und Schalter. Zeitlos modern, kontrastiert und schlicht eben. Und das alles mit einer Verarbeitungsqualität, die in der Einsteigerklasse über jeden Zweifel erhaben ist. Sogar das Setup ist vorbildlich; die Saitenlage und Intonation laden den Spieler sofort ein, loszulegen.
Also was reden wir um den heißen Brei herum! Natürlich füllen wir unsere Price Rangers Paul und Michi Tonne nicht mit dieser Squier Affinity Jazzmaster! Rein damit in unseren Goldständer! Und wie das Ganze aussieht und sich anhört seht ihr in unserem Video!

Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster Squier Affinity Jazzmaster

 

 

Harley Benton ST 20 Stratocaster Kopie

Eric Clapton? Der hatte doch auch mal eine Stratocaster? Da das Signaturemodell von Fender weit außerhalb unseres Rangerbudgets liegt, versuchen wir uns an einer Kopie des Originals Harley Benton ST 20 aus dem Hause Harley Benton (Hausmarke von thomann). Für sagenhafte 79,- Euro kommt diese Strat mit der klassischen Ausstattung auf die Couch: 3x Singelcoil-Tonabnehmer und ein Vintage 6-Point Tremolo. Schwarz wie Claptons Blackie, fünf verschiedene Sounds, Spielkomfort selbst bei Hartmetall – aber auch Verarbeitungsmängel.

Sunshine of your love im Goldständer oder doch „this place where the sun never shines” (White Room), unserer Tonne? Wir haben getestet und geurteilt, seht selbst!

Harley Benton ST 20Harley Benton ST 20Harley Benton ST 20