Squier Bullet Stratocaster Hardtail

Squier Bullet Stratocaster Hardtail – vier Worte klangen selten besser!

Aber vamos a la Squier! Die gibt’s in weiß, rot und im getesteten schwarz. Eure Price Rangers haben zusammengelegt, 129 Euro in die Hand genommen und sich für die Variante entschieden, die Fehler bei der Lackierung offenherzig zur Schau tragen muss. The black one.
Die guten Nachrichten diesmal gleich zu Anfang: Die Verarbeitung ist wirklich in Ordnung.
Die Lackierung lässt keine Rückschlüsse auf den Kaufpreis zu, die Bundbearbeitung bewahrt unsere kostbaren Rangerhände vor übermäßigem Verschleiß und sogar auf Kleinigkeiten wurde geachtet: Alle Pickguardschrauben sind gerade eingedreht. Wow!
Für Ranger Michi wäre an dieser Stelle die Reise fast beendet: Sieht gut aus, fühlt sich gut an, kostet nur ein Taschengeld, Goldständer!
Aber so leicht kommt die Squier Bullett Stratocaster nicht davon. Übrigens! Wir könnten sie auch „Startocaster“ nennen – sie ist die billigste der billigen Hauskopien der großen Schwester von Fender, die Einstiegsgitarre, der absolute Beginner. Merkt man aber fast nicht!
Ausgestattet mit 2 Singlecoils am Hals und mittig montiert sowie einem Humbucker an der Brücke kommt diese Stratocaster elektrisch nicht klassisch bestückt daher und auch die Ausstattung ohne Tremolo ist ungewöhnlich. Aber! Aber ein Tremolo macht nur froh, wenn es die Stimmung halten ko. Des war boarisch. Ois klar?
In unserer Preisklasse bis 250 Euro werden uns regelmäßig Tremolos untergejubelt, die uns nicht jubeln lassen: 6-point Systeme, die eine sanfte Hand und am besten einen gut mit Graphit (Bleistift!) geschmierten Sattel erfordern sonst geht mit der Stimmung der Gitarre auch die des Spielers verloren. Anyway! Vermissen wir nun das Tremolo bei der Squier Bullet Stratocaster Hardtail?
Nein, nicht wirklich. Ranger Paul vermisst jedoch dringend ein Tonepoti. An jeder Strat gibt es aber für gewöhnlich nur zwei – hier ist jedoch der Humbucker mit keinem der Beiden verbunden, so dass beide Spulen ungedämpft zu Werke gehen müssen. „Power is nothing without control“ – so wirbt Pirelli für seine Reifen. Aber mehr als eine Volumecontrol hat die Squier nicht anzubieten.
Ranger Michi kümmert das nicht. „Don’t stop for nothing it’s full speed or nothing“ rief schon James Hetfied in „Motorbreath“ und so fehlt ihm auch die Tonblende nicht.
In einem Punkt sind sich aber beide Ranger einig: guter Preis, gute Besserung, gute Gitarre, Goldständer!

Squier Bullet Stratocaster

Squier Bullet Stratocaster Squier Bullet Stratocaster

Ibanez GIO GRX 70QA TBB Stratocaster

Ibanez GIO GRX70QA TBB – foxtrot uniform charlie kilo ist das ein Zungenbrecher!

Euren Geldbeutel knackt diese Ibanez jedoch nicht – 179 Euro müsst Ihr anlegen, wenn Ihr diese volle Hütte Euer eigen nennen wollt. Volle Hütte? Na klar, gleich auf den ersten Blick springt den Price Rangers die Wölkchenahorndecke ins Auge! So etwas haben wir in den vielen Jahrzehnten des Testens in unserer Preisklasse bis 250 Euro jedenfalls noch nicht auf der Couch gehabt!
Der Korpus der Ibanez GIO GRX70QA TBB ist auch noch mit einer Burst-Lackierung auf der Vorderseite versehen, die außen mit einem dunkelblauen Rand die Ahorndecke einfasst. TBB bedeutet nämlich „transparent blue burst“. Darunter besteht der Body im Kern aus Pappel. Pappel? Ja ist das denn ein gutes Tonholz? Baut man Elektrogitarren denn nicht besser aus Mahagoni, Ahorn, Esche oder… sicherheitshalber fragen wir hierzu jemand, der sich mit sowas auskennt: Walter.
Alles klar? Dann weiter im Text!
5 Spulen wohnen auf unserem Textinstrument, 4 davon haben sich paarweise zu Humbuckern am Hals und an der Brücke verbündet, ein Singlecoil thront in der Mitte. Die Humbucker sind jeweils spiltbar, so dass die verbaute Tonabnehmerbestückung knackig-transparente Sounds sowie druckvolle Zerre oder warme sanfte Töne gleichermaßen ermöglicht.
Dazu gibt es einen 5-Weg-Wahlschalter, 2 Potis für Volume und den guten Tone und ein ergonomisches Tremolo, das sogar ziemlich verstimmungsarm arbeitet.
Gut, es ist etwas schwergängig jedoch dadurch wiederum sehr gut beherrschbar.
Ranger Paul stellt dies im Clip wie immer eindrucksvoll unter Beweis; genauso eindrucksvoll ist auch die Vielfalt an Klängen, die wir aus der Ibanez GIO GRX70QA TBB schütteln konnten. Dank sehr guter Bundbearbeitung, astreiner Einstellung ab Werk und somit auch infolge des angenehmen Halsprofils anstrengungsarmer Bespielbarkeit gerät die Reise durch die verschiedenen Stilwelten zum Vergnügungstrip.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Eure Ranger Paul und Michi gemeinsam die Koffer packen, um ferne Gitarrengestade aufzusuchen – bei der Ibanez GIO GRX70QA TBB sind wir uns aber sofort einig.

„Absolut Goldständer!“ (Ranger Paul)

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Dean Guitars Edge 09 5-String Bass

Der Dean Guitars Edge 09 5-string Bass kostet nur 45,20 Euro! Hammer oder?
Okay, pro Saite. Insgesamt werden bei diesem Fünfsaiter also 226,- Euro fällig.
Agathis ist das Material der Wahl für den Korpus, der beim Dean Guitars Edge 09 einwandfrei in classic black lackiert wurde. Ahornhals dran, Palisandergriffbrett drauf und los geht’s?
Noch nicht ganz, einen DMT-Design Humbucker gilt es noch zu erwähnen, dazu einen Lautstärkeregler und eine Tonblende. Mehr gibt’s nicht. Die Brücke ist bei diesem Bass eine schlichte Konstruktion aus Winkelblech – aber sie erfüllt tadellos ihren Zweck.
Schlicht ist überhaupt ein Adjektiv, dass bisher zum Dean Guitars Edge 09 gut passt: Ausstattung und Optik sind sehr zurückhaltend. Macht aber rein gar nicht! Nicht in jeder Band ist der Bassist auch gleichzeitig der Frontmann, so dass etwas Bescheidenheit unschädlich ist. Im Zuge der spartanischen Elektrikausstattung sind Eure Finger gefragt, wenn es um Klangvariationen geht: Entweder Ihr positioniert sie an wechselnder Stelle zum Spiel oder Ihr bedient euch der Tonblende. Im vorliegenden Fall wird der Ton jedoch schon arg mumpfig, indifferent und druckarm, wenn man diese mit zu viel Elan zudreht. Daran ist der Doppelspuler schuld, der durchaus Brillianzen vermissen lässt – und was der Tonabnehmer nicht liefert, kann auch durch den Tonregler nicht hinzugemischt werden. Der Dean Guitars Edge 09 stammt aus China und wurde dort von offenbar kundiger Hand erschaffen: Weder die Lackierung an Korpus oder Halsrückseite noch die Bund- oder Sattelbearbeitung lassen Mängel erkennen, selbst die Intonation wurde bereits ab Werk korrekt eingestellt. Oftmals bleibt in den Fabriken ferner Länder zugunsten eines niedrigen Kaufpreises nicht die Zeit, um die erforderlichen Mess- und Einstellarbeiten gründlich vorzunehmen. Hier jedoch sammelt der Dean Guitars Ede 09 auf jeden Falls Pluspunkte. Unterm Strich weist der Bass ohnehin genug auf der Habenseite auf, um eine Tonne zu vermeiden. Er protzt nicht mit Opulenz und Vielfalt, jedoch erfreut er das Spielerherz durch solide Funktion und manchmal wirkt eine überzeugte Geradlinigkeit auch viel beruhigender als ein unsteter Allrounder.

 

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Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge Dean Guitars Edge

Cort G 110 BK Stratocaster Kopie

 

„Ach, schon wieder eine schnöde Stratocaster Kopie“ könnte man meinen, wenn der erste Blick auf die Cort G 110 BK für 179,- Euro fällt. Aber weit gefehlt! Denn erstens ist der Kaufpreis seit dem Price Rangers Test leider auf 195,- Euro gestiegen und zweites haben wir hier nicht nur einfach eine Kopie einer Fender Stratocaster in schwarz auf der grünen Couch.
Der zweite Blick sollte nämlich über den Lindenkorpus oder besser gesagt dessen Shaping gleiten. Hier fällt dem Kenner (und Ihr seid doch Kenner!) sofort auf, dass es eben kein Stratocaster-Body ist, der sich an Euren wohlgeformten Körper schmiegt. Die klassische Form wurde sanft aber effektiv modifiziert und wirkt vertraut und frisch gleichermaßen. Hier wurde nicht versucht, sich so nah wie möglich ans Original zu tasten, sondern durchaus Eigenständiges geschaffen. Gleiches gilt für die Kopfplatte des Ahornhalses, die eine optisch gefällige Form aufweist. Wer schwarz nicht mag… hat Pech gehabt. Nein, in 2-Tone Sunburst wäre diese Gitarre ebenfalls erhältlich.
Für Ranger Michi wäre an dieser Stelle fast schon Schluss – der Preis passt super, die Optik auch und klanglich werden wir uns schon einig; Zerrer drüber, alles gut.
Aber Ranger Paul hat auch ein entscheidendes Wörtchen mitzureden und überprüft die Cort G 110 BK auf Herz und Nieren – pardon: Auf Singlecoils und Humbucker.

Von erstgenannten gibt es zwei Stück in der Mitten- und Halsposition, der doppelspulige Tonabnehmer befindet sich an der Brücke und sollte ordentlich Druck machen. Angewählt werden die Tonabnehmer in verschiedenen Kombinationen (Brücke, Brücke+Mitte, Mitte+Hals, Hals) via 5-weg Schalter, zusätzlich gibt’s einen Mastervolumeregler und 2 Tonblenden). Für leichtes Schimmern der Töne sorgt ein Vintage 6-point Tremolo – konstruktionsbedingt sollte man von Divebombs eher Abstand nehmen, um unsere Cort G 110 BK nicht übermäßig zu verstimmen.

Klanglich müsst Ihr nun in unser Video hineinhören, um Euch einen eigenen Eindruck verschaffen zu können. Wir finden jedoch, dass die Cort G 110 BK sowohl im Clean- als auch im Crunchbereich 5 eigenständige Sounds abliefert, die sich durchaus dem großen Vorbild von Fender annähern. Auffällig ist hierbei ein Lautstärkeunterschied bei Wahl des Humbuckers, der vielleicht mittels der Einstellschrauben etwas tiefergelegt werden sollte. Hat man schon mal das Werkzeug zur Hand, dürfen gerne auch die Mechaniken fixiert werden und die Intonation sauber eingestellt. Beides ist ab Werk leider nicht der Fall.

Zeit kostet Geld. Am Geld wurde angesichts des Kaufpreises offenbar gut gespart, etwas Zeit zur Mängelkorrektur müsst Ihr nun selbst investieren. Zum Glück sind das aber nur wenige und zudem leichte Handgriffe. Wichtig ist, dass z.B. der Body sauber lackiert ist und die Bundbearbeitung am Palisandergriffbrett total in Ordnung geht – hier wäre ein Nacharbeiten nur schwer und mit Spezialwerkzeug möglich.

Ergebnis? Was ist aus Ständer und golden? Na klar, der Goldständer!

 

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Cort G 110 Cort G 110 Cort G 110

Squier Affinity Stratocaster SSS by Fender

Eine Squier Affinity Stratocaster in Slick Silver mit S-S-S Tonabnehmerbestückung!
Also lispeln dürfen eure Price Ranger hier auf keinen Fall – selbst für Jimi Hendrix wäre diese Gitarre ein Zungenbrecher!
Für läppische 189 Euro bekamt Ihr zum Testzeitpunkt von Squier einen silbern umhüllten Erlenbody mitsamt per Schraubverbindung befestigtem Ahornhals nebst Palisandergriffbrett. Crafted in China. Mittlerweile müsst Ihr schon 212 Euro auf den Tisch legen, um euch die Gitarristenzukunft versilbern zu lassen.

Elektrisch kommt diese Squier Stratocaster ganz klassisch bestückt zu uns auf die grüne Couch: Drei einspulige Tonabnehmer, die per 5-way Schalter kombinierbar sind. Dazu servieren wir nach Art des Hauses Fender zwei Tonecontrols und einen Lautstärkeregler. Einzeln müsst Ihr die Saiten selber benden, für alle sechs auf einen Streich könnt Ihr das Vintage 6-point Tremolo benutzen.
Ganz verstimmungsfrei arbeitet diese Art Vibrato (Link: Wikipedia) konstruktionsbedingt nicht, für einen silbernen Schimmer zu den Tönen ist es aber allemal gut genug.

Gut genug ist Euren Price Rangers natürlich zu wenig. Wer in den Goldständer will, muss sich ins Zeug legen. Unsere Squier Affinity Stratocaster tut das! Mit fünf klassisch-unterschiedlichen Sounds schmiegt sie sich schon nahe an die vom Original gesetzte Messlatte. Zudem sind die Tonabnehmer schön ausbalanciert, so dass zwischen den Schalterstellungen keine erheblichen Lautstärkeunterschiede auftreten. Einzig am Bridgepickup haben wir zu bemängeln, dass er wenig Druck von unten mitbringt und sowohl clean als auch crunchy gespielt arg höhenlastig loslegt.
Ach so! Metal kann die Squier Affinity Stratocaster zu Ranger Michis Leidwesen nicht – dafür hat Ranger Paul nix an der Saitenlage zu beanstanden. Und so was lässt nur ein sehr gütiger Zufall zu.
Die Verarbeitung ist von einer nahezu unsichtbaren Lackmacke am Halsfuß tadellos und somit lautet unser einstimmiges Prüfergebnis… ach, schaut’s Euch einfach an.

Ich will auch eine Squier Affinity Stratocaster (affiliate) mein eigen nennen:

In Silber
In Orange
In Rot

Squier Affinity Stratocaster Squier Affinity Stratocaster

Yamaha Pacifica 112 BL Stratocaster

Die Yamaha Pacifica 112 BL kommt ganz schlicht und schwarz aus dem Karton, der in Indonesien befüllt wurde. Zur Einstellung von Halskrümmung, Saitenlage und Intonation ist das notwendige Werkzeug im Lieferumfang enthalten – sonst aber auch nix! In unserer Price Rangers Preisklasse bis 250,- Euro Kaufpreis rang(i)ert die Yamaha mit 239,- Euro schon weit oben und lässt so wenig finanziellen Spielraum für die Anschaffung von weiterem Zubehör. Bei der Hardwareausstattung weicht die Gitarre vom Vorbild Fender Stratocaster ab. Lediglich das Vintage 6-point Tremolo und der 5-way switch sind identisch. Die Yamaha begnügt sich mit einem Volume und einem Toneregler und verfügt über drei Pickups: Einem Humbucker in der Bridge-, sowie jeweils einem Singlecoil in Middle- und Neckposition.

Fünf gute Freunde hat uns die schwarze Pacifica mitgebracht! Wir nennen sie einfach mal die Bande der authentischen Sounds. Stets durchsetzungsstark und klar funkt die Yamaha durch Blues, Rock und Metal und bleibt dem Motto treu, das sie mitgebracht hat:
Ich überzeuge durch meine inneren Werte! Sogar Ranger Paul zeigte sich hochemotional und sprach die seltenen Worte „ich bin zufrieden.“ Das heißt für euch, dass uns nicht nur die Töne überzeugten, sondern auch Saitenlage und Bespielbarkeit sowie die Intonation.

Selbst Ranger „Endkontrolle“ Michi hatte das seltene Glück, keinerlei Verarbeitungsmängel zu finden. Zugegeben, das hat ihn ein wenig enttäuscht aber Ehre wem Ehre gebührt! Das Tremolo funktioniert wie nicht anders zu erwarten war nicht 100%ig verstimmungsfrei – ein konstruktionsbedingter Effekt, der nicht als Mangel zu bezeichnen ist. Allerdings wurde lechts und rinks velwechsert, als es beim Bestücken dies Lieferkartons um den Tremoloarm ging: Eine Linkshänderversion wurde mitgeliefert.
Aber auch die verrichtete etwas unergonomisch problemlos ihren Dienst.

Fazit! Tremolobügel würden wir beim Musikhaus Thomann reklamieren, die Gitarre jedoch ganz klar behalten und in unseren Goldständer stellen. Sie ist nicht das schönste Mädchen im Publikum – aber von der Bühne aus könnt Ihr deren Herz sicher gewinnen!

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Harley Benton TE-80 NT Deluxe Series

Mit 4,3 kg ist die Harley Benton TE-80 NT Deluxe Series schon ein Schwergewicht. Diese Kopie der Fender Telecaster entstammt dem Musikhaus Thomann; Harley Benton ist hier eine der Hausmarken. Weder verleugnet die Gitarre optisch ihr großes amerikanisches Vorbild, noch lässt das funky Aussehen auf den niedrigen Anschaffungspreis von 189,- Euro schließen. Ein weiterer Vorfahre war sicherlich die Hohner HG 490, dem unsere TE-80 zum Verwechseln ähnlich sieht.

Ein Eschekorpus mit Walnussstreifen sowie einer aufgeleimten Decke aus Riegelahorn und ein Ahornhals mit einem aufgeleimten Ahorngriffbrett: Das sind die Zutaten aus dem Sägewerk. Dazu ein schwarzes Binding an Korpus Vorder- und Rückseite und ein auffälliges zweigeteiltes Tortoise-Schlagbrett, in dem die Pickups befestigt sind.
Zwei Telecaster-typische Singlecoils, einen 3-way switch und jeweils ein Volume und ein Tonepoti – so wird der klassische Sound elektrisch erzeugt und gesteuert.
Die Potiknöpfe sind aus Metall und geriffelt, so wertig sieht das gut aus und ist astrein bedienbar.

Toll finden die Price Rangers die six-saddle bridge, die es ermöglicht, die Intonation und Saitenlage für jede Gitarrensaite individuell einzustellen – kein Standardfeature an einer Telecaster-Kopie! Die Gitarre kam zwar ab Werk passabel eingestellt zu uns auf die grüne Couch, die Bünde auf dem Griffbrett waren jedoch nicht poliert. Überhaupt fanden wir den Ahornhals mit C-Shape eher schwer greifbar, was seiner Dicke geschuldet ist.
Die Tuner funktionierten bei unserem Test problemlos. Etwas besseres als einen Kunststoffsattel bekommt man in der Preisklasse leider eher selten, der montierte war jedoch gut bearbeitet und verursachte keine Probleme.

Tonal überzeugt unsere knackige Tele mit einer flotten Ansprache und fühlt sich im rhythmischen, durchsetzungsfähigen Spiel sofort Zuhause. Zwar klingen die Pickups mitunter spitz und generell höhenlastig, dies lässt sich jedoch mit dem Toneregler etwas entschärfen. Sensibel bedient macht er den Ton milder, grob zugedreht wird den Pickups und uns jedoch mulmig. Alternativ lässt man das Tonepoti offen und regelt die Ausgangslautstärke der Gitarre zurück. Dies hat auch den Vorteil, das sich im verzerrten Klangbereich der Zerrgrad über das Volumepoti regeln lässt. Nach Bässen muss man suchen, für ein richtig tiefes Fundament sind jedoch einspulige Tonabnehmer generell nicht zuständig.

Unterm Strich gibt’s hier mit kleinen Abzügen bei der Bundbearbeitung und der Saitenlage, sowie bei der Halsdicke (Geschmackssache!) einen klaren Goldständer von beiden Price Rangers. Auch wenn Ranger Michi kein Prince Fan ist.

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Harley Benton T 80 harley-benton-te-80 Hohner HG 490

 



Ibanez GIO GRG 140 WH Solidbody Gitarre

8,29 Euro pro Bund! 199,- Euro für alle drei Oktaven (24 Bünde) der Ibanez GIO GRG 140  also. Die bekommt ihr zusammen mit einem Lindenkorpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, einem Humbucker und zwei Singlecoils sowie der gängigen Strat-Elektrik nebst Zwei-Punkt-Tremolo und einem Eimer weißen Lack von der Firma Ibanez. Und das Beste ist: Das Ganze ist bereits zusammengebaut!

Solltet ihr des Gitarrenspiels noch nicht mächtig sein: Die umfangreiche Bedienungsanleitung lässt gemütliche Lesestunden zu, gleichzeitig könnt ihr eure Fremdsprachenkenntnisse aufbessern.
Wenn ihr wissen wollt, wie die Ibanez GIO GRG klingt und was die Price Rangers an Pros und Cons so ermittelt haben, schaut euch den Clip an – wie immer am Ende mit dem klaren Urteil „Goldständer oder Tonne“.

Ibanez GIO GRG 140 Ibanez GIO GRG 140 Ibanez GIO GRG 140