Harley Benton HB JA-60 OW Wilkinson Pickups

Mit der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson lässt das Musikhaus Thomann in leider nicht näher bezeichneten fernen Gestaden eine attraktive Kopie der Fender Jazzmaster fertigen. 129 Euro beträgt der Kaufpreis – und das ist wirklich eine Ansage
Selbst Fenders Hauskopist Squier nimmt derzeit 211 Euro für die günstigste Jazzmaster, die wir natürtlich direkt nach Neuerscheinung auf der NAMM 2017 gerangert haben (link).

Bereits optisch sammelt die Harley Benton JA 60-OW Wilkinson zahlreiche Pluspunkte: Tortoise-farbenes Pickguard, matching headstock (die Kopfplatte ist in Korpusfarbe lackiert), weißes Binding am Hals, Blockinlays auf dem Palisandergriffbrett und aufeinander abgestimmte cremeweiße Plastikteile (Potiknöpfe, Tonabnehmerkappen und Schalter).

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Preis erwähnen: 129 Euro!
Selbst für die Verhältnisse Eurer sparsamen Price Rangers ist das nicht viel; blinged out to the max würden wir sagen – aber wir können kein Englisch. Die Verarbeitung selbst ist tadellos, lediglich die Bünde könnten eine Politur vertragen sowie die Befestigungsbuchsen des Stoptailpieces (wir können kein Englisch) ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer. Die wagen nämlich einen Blick über den Korpusrand und gucken aus selbigem heraus. Kein Weltuntergang.

Die Arbeitszeit wurde bei der Harley Benton JA-60 OW Wilkinson offenbar eher in Einstellarbeiten investiert – und das ist auch gut so! Perfekte Intonation und trotz des dicken Halses und der gar nicht mal so flachen Saitenlage eine  astreine Bespielbarkeit.

So, nun aber die Röhren unseres Blackstar HT 5 (link) vorgeglüht und auf geht’s mit der wilden Fahrt! Clean kommen die beiden Wilkinson JM-ADWH Alnico-5 Vintage-Style P90 (link) Soapbar Tonabnehmer eher warm und dunkel rüber und knacken nicht so wie die üblichen Singlecoils, die wir vor allem in den Gitarren unserer Preisklasse bis 250 Euro vorfinden.

Das macht nichts, vor allem dann nicht, wenn wir in die Zerrklasse wechseln. Oftmals schneiden uns armen Rangers billige Singlecoilsounds nämlich die Ohren dermaßen ab, dass selbst van Gogh neidisch würde – nicht so bei dieser Jazzmaster Kopie. Die kann nämlich auch Blues, Rock und Metal. Und das für Einhundertneuund… ok, wir sind schon still.

Diese Gitarre gibt es von unserem affiliate-Partner, dem Musikhaus thomann, übrigens auch in 3 colour sunburst.

By the way. Aber wir können nur billig, kein Englisch.

Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60 Harley Benton HB JA-60

Cort X-1 Junior Kinder E-Gitarre (for Kids)

„Awww wie süß, eine Kindergitarre“ – könnte man denken, wenn man die Cort X-1 Junior zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.
„Wie niedlich, so ein kleiner Pappelkorpus und dann auch noch mattschwarz lackiert. Na, da will aber jemand auf richtig böse machen oder?“
Aber wie alle anderen Gitarren will auch die Cort X-1 Junior für 189 Euro nicht nur spielen. Die beißt! Zwei Humbucker, ein Ton- und ein Lautstärkeregler sowie ein Dreiwegschalter, mehr is‘ nich‘. Aber damit ist doch die Richtung schon ziemlich vorbestimmt: Klein aber oho! Der Dreikäsehoch sucht also keine Brillianzen im Cleanbetrieb, da sucht jemand Streit. Und genauso klingt die Cort X-1 Junior auch und sägt sich ihren Weg am liebsten durch dicke Distortionbretter. Ranger Michi mag das.
Dabei ist sie auch für kleine Hände geeignet, deren Finger noch nicht kräftig sind – selbst geübte Price Ranger wie Ranger Paul müssen hier allerdings aufpassen. Wenn man zu viel Druck auf die Saiten ausübt oder im Anschlag zu grob ist, zeigt sich die Cort X-1 Junior schnell verstimmt und intoniert ungenau. Die kleine Gitarre verlangt also Gefühl und das ist völlig in Ordnung. Beim Zusammenbau und der Verarbeitung hat Cort nämlich auch sensibel gearbeitet und wir haben diesmal nicht wirklich etwas auszusetzen. Lack, Bünde, Mechaniken, Elektrik, Brücke… alles top. Nur der Preis, der Preis, der bereitet uns schon etwas Bauchschmerzen, bekommt man doch hierfür auch anständige Fullsizegitarren. Aber genau da liegt ja nun der Hase im Pfeffer! Wenn Ihr eine knackige Gitarre für Euren Nachwuchs braucht oder eine wilde Reisebegleitung sucht, seid Ihr bei der Cort X-1 Junior nämlich genau richtig.
Eure Ranger hatten jedenfalls viel Freude an und mit dem kleinen Biest und waren fast ein bisschen traurig, als wir sie an den Entleiher zurückgeben mussten.

An dieser Stelle ein Hinweis: Wollt Ihr Eure eigenen Instrumente von uns gerangert haben? Kein Problem, schreibt uns eine mail an rangerpaul@pricerangers.com oder rangermichi@pricerangers.com und bewerbt Euch!
Bitte beachtet, dass das Instrument neu nur bis zu 250 Euro kosten darf und keine Modifikationen aufweisen darf.

Übrigens: Laut unseren Recherchen kann die Cort X-1 Junior neu momentan nur über amazon bezogen werden!

Cort X-1 Junior

Cort X-1 Junior

Cort X-1 Junior

Cort X-1 Junior

Squier Bullet Stratocaster Hardtail

Squier Bullet Stratocaster Hardtail – vier Worte klangen selten besser!

Aber vamos a la Squier! Die gibt’s in weiß, rot und im getesteten schwarz. Eure Price Rangers haben zusammengelegt, 129 Euro in die Hand genommen und sich für die Variante entschieden, die Fehler bei der Lackierung offenherzig zur Schau tragen muss. The black one.
Die guten Nachrichten diesmal gleich zu Anfang: Die Verarbeitung ist wirklich in Ordnung.
Die Lackierung lässt keine Rückschlüsse auf den Kaufpreis zu, die Bundbearbeitung bewahrt unsere kostbaren Rangerhände vor übermäßigem Verschleiß und sogar auf Kleinigkeiten wurde geachtet: Alle Pickguardschrauben sind gerade eingedreht. Wow!
Für Ranger Michi wäre an dieser Stelle die Reise fast beendet: Sieht gut aus, fühlt sich gut an, kostet nur ein Taschengeld, Goldständer!
Aber so leicht kommt die Squier Bullett Stratocaster nicht davon. Übrigens! Wir könnten sie auch „Startocaster“ nennen – sie ist die billigste der billigen Hauskopien der großen Schwester von Fender, die Einstiegsgitarre, der absolute Beginner. Merkt man aber fast nicht!
Ausgestattet mit 2 Singlecoils am Hals und mittig montiert sowie einem Humbucker an der Brücke kommt diese Stratocaster elektrisch nicht klassisch bestückt daher und auch die Ausstattung ohne Tremolo ist ungewöhnlich. Aber! Aber ein Tremolo macht nur froh, wenn es die Stimmung halten ko. Des war boarisch. Ois klar?
In unserer Preisklasse bis 250 Euro werden uns regelmäßig Tremolos untergejubelt, die uns nicht jubeln lassen: 6-point Systeme, die eine sanfte Hand und am besten einen gut mit Graphit (Bleistift!) geschmierten Sattel erfordern sonst geht mit der Stimmung der Gitarre auch die des Spielers verloren. Anyway! Vermissen wir nun das Tremolo bei der Squier Bullet Stratocaster Hardtail?
Nein, nicht wirklich. Ranger Paul vermisst jedoch dringend ein Tonepoti. An jeder Strat gibt es aber für gewöhnlich nur zwei – hier ist jedoch der Humbucker mit keinem der Beiden verbunden, so dass beide Spulen ungedämpft zu Werke gehen müssen. „Power is nothing without control“ – so wirbt Pirelli für seine Reifen. Aber mehr als eine Volumecontrol hat die Squier nicht anzubieten.
Ranger Michi kümmert das nicht. „Don’t stop for nothing it’s full speed or nothing“ rief schon James Hetfied in „Motorbreath“ und so fehlt ihm auch die Tonblende nicht.
In einem Punkt sind sich aber beide Ranger einig: guter Preis, gute Besserung, gute Gitarre, Goldständer!

Squier Bullet Stratocaster

Squier Bullet Stratocaster Squier Bullet Stratocaster

Ibanez GIO GRX 70QA TBB Stratocaster

Ibanez GIO GRX70QA TBB – foxtrot uniform charlie kilo ist das ein Zungenbrecher!

Euren Geldbeutel knackt diese Ibanez jedoch nicht – 179 Euro müsst Ihr anlegen, wenn Ihr diese volle Hütte Euer eigen nennen wollt. Volle Hütte? Na klar, gleich auf den ersten Blick springt den Price Rangers die Wölkchenahorndecke ins Auge! So etwas haben wir in den vielen Jahrzehnten des Testens in unserer Preisklasse bis 250 Euro jedenfalls noch nicht auf der Couch gehabt!
Der Korpus der Ibanez GIO GRX70QA TBB ist auch noch mit einer Burst-Lackierung auf der Vorderseite versehen, die außen mit einem dunkelblauen Rand die Ahorndecke einfasst. TBB bedeutet nämlich „transparent blue burst“. Darunter besteht der Body im Kern aus Pappel. Pappel? Ja ist das denn ein gutes Tonholz? Baut man Elektrogitarren denn nicht besser aus Mahagoni, Ahorn, Esche oder… sicherheitshalber fragen wir hierzu jemand, der sich mit sowas auskennt: Walter.
Alles klar? Dann weiter im Text!
5 Spulen wohnen auf unserem Textinstrument, 4 davon haben sich paarweise zu Humbuckern am Hals und an der Brücke verbündet, ein Singlecoil thront in der Mitte. Die Humbucker sind jeweils spiltbar, so dass die verbaute Tonabnehmerbestückung knackig-transparente Sounds sowie druckvolle Zerre oder warme sanfte Töne gleichermaßen ermöglicht.
Dazu gibt es einen 5-Weg-Wahlschalter, 2 Potis für Volume und den guten Tone und ein ergonomisches Tremolo, das sogar ziemlich verstimmungsarm arbeitet.
Gut, es ist etwas schwergängig jedoch dadurch wiederum sehr gut beherrschbar.
Ranger Paul stellt dies im Clip wie immer eindrucksvoll unter Beweis; genauso eindrucksvoll ist auch die Vielfalt an Klängen, die wir aus der Ibanez GIO GRX70QA TBB schütteln konnten. Dank sehr guter Bundbearbeitung, astreiner Einstellung ab Werk und somit auch infolge des angenehmen Halsprofils anstrengungsarmer Bespielbarkeit gerät die Reise durch die verschiedenen Stilwelten zum Vergnügungstrip.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Eure Ranger Paul und Michi gemeinsam die Koffer packen, um ferne Gitarrengestade aufzusuchen – bei der Ibanez GIO GRX70QA TBB sind wir uns aber sofort einig.

„Absolut Goldständer!“ (Ranger Paul)

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Ibanez GIO GRX

Höfner Shorty Travel Guitar / Reisegitarre

Gestatten, mein Name ist Shorty. Höfner Shorty. Trotz meiner Größe von 82 Zentimetern habe ich alles was es braucht, um zu rocken. Einen Humbucker am Steg (tune-o-matic Brücke und Stoptailpiece in einem), 1x Volume- und 1x Tonecontrol. Aber seit wann schreibt hier eigentlich das Testinstrument über sich selbst?

So wie die Price Rangers stammt auch die Höfner Shorty aus den 80er Jahren. Da war die Welt noch in Ordnung oder zumindest wussten wir ohne Internet jedenfalls nichts Gegenteiliges. Ich schweife ab! Die kleine Travelgitarre war damals jedenfalls „made in Germany“ und hatte einen Mahagonikorpus- und Hals. Heute, einige Jahrzehnte später kommt die Kleine aus China und muss mit Linde und Ahorn zurechtkommen. Immerhin das Palisandergriffbrett ist ihr geblieben. Leider stammt auch die Hardware nicht mehr von Schaller sondern hier wurde sowohl bei den Mechaniken als auch bei dem Saitenhalter auf Billiges zurückgegriffen, das sich in unserem Test nicht bewährt hat. So ist es nachzuvollziehen, dass die Höfner Shorty neu zwar bereits mit 149,- Euro zu Buche schlägt, gut erhaltene Gebrauchtexemplare von damals jedoch in viel höhere dreistellige Regionen vorstoßen.

Höfner hat es fertiggebracht, auf dem keinen Paddel ganze 24 Bünde unterzubringen und auch auch das Halsprofil fühlt sich gar nicht nach Reisegitarre sondern eher nach gewohntem Zuhause an. Bundbearbeitung und Saitenlage sind total in Ordnung, so dass das Spiel mit der der Höfner Shorty durchaus Freude machen kann. Könnte!

Ein Mangel stört besonders Ranger Michi massiv: Eine Einstellschraube am tune-o-matic-Teil der speziellen Brückenkonstruktion ist nicht fixierbar. Die Folge ist, dass die Intonation der H-Saite permanent aus dem Lot gerät und das Gerät dann krumm klingt.
Ranger Paul hingegen hat sich über beide Ohren in den bissigen Humbucker und die Bespielbarkeit der Kleinen verliebt. Und Recht hat er! Von Clean bis Metal macht die Höfner Shorty so ziemlich alles mit, was einem auf Reisen durch ferne Gestade so stilistisch begegnen könnte.

Unser Fazit? Wir wissen nicht so Recht weiter und brauchen Eure Hilfe – am besten direkt unter dem YouTube Clip in der Kommentarspalte!

P.S. Die Höfner Shorty gibt es neben rot auch in schwarz, weiß, blau und pink!
Pink. Das braucht Mut.

Wenn Ihr an der Kurzen oder an anderen Musikalien habt, besucht einfach das Musikhaus thomann unter diesem link (affiliate) Höfner Shorty Höfner Shorty Höfner Shorty Höfner Shorty

 

 

Harley Benton MS-60 CA LTD Edition 2016

Harley Benton MS-60. 129,- Euro. Braucht es mehr Argumente? Nein, natürlich nicht – aber 10 weniger sind auf jeden Fall nützlich. Seit unserem Besuch auf der grünen Couch ist diese Kopie der Fender Mustang noch billiger geworden. 119,- Euro für viel rotes Blingbling mit weißen Streifen. Bereits überzeugt? Okay, hier ist der affiliate link für beherztes Shoppen beim Musikhaus Thomann. Die Gitarre gibt’s alternativ auch in weiß und blau.
Gratis dazu bekommt ihr nicht nur das erforderliche Werkzeug zum Einstellen der Halskrümmung, sondern auch einen coolen Sticker („in case of fire rescue my guitars“) und Plektren, die ihr aus einer Visitenkarte herausdrücken könnt. Soso!
Verbaut wurde hier ein Lindenkorpus nebst Ahornhals und Palisandergriffbrett, dazu eine solide tune-o-matic Brücke nebst stoptail piece, dome speed Potiknöpfen und sogar einem Perloid Schlagbrett. Die Elektrik ist wie beim Original und auch so verschaltet:
Die beiden Singlecoil-Tonabnehmer teilen sich eine Tonblende und den Lautstärkeregler, jedoch verfügt jeder pickup über einen eigenen on/off switch.
On/off switch? Ist das nicht eine ziemlich doofe Idee, hätte man das nicht einfach über einen 3-way toggle oder Klingenschalter lösen können? Na klar! Aber zum einen wäre die Harley Benton MS-60 dann nicht mehr eine authentische Kopie des Originals und zum anderen wäre es wohl schlichtweg zu praktisch. Wir möchten nichts verschweigen: Und hat diese Schaltertechnik einfach genervt und im Spielbetrieb sogar immer wieder verwirrt. Selbstverständlich zweifeln wir folgerichtig weder an unserer Intelligenz noch an unserer Merkfähigkeit sondern haben schnell die Schuldige ausgemacht: Die kurze war’s!
Kurz? Jawoll! Mit einer Mensur von nur 610 mm ist der bespielbare Bereich des Halses kleinflächiger als bei den meisten anderen Gitarren. Das bedeutet zwar, dass man für tricky bullshit Akkorde die Finger geringer spreizen muss, bringt jedoch den Haken mit, dass sich beim Solo-Gefiedel deutlich zeigt, wer präzise trifft und wer nicht.
Da der Hals der Harley Benton MS-60 zudem noch ganz schön dick profiliert ist und man auch noch mit dem Fingerdruck sensibel sein muss, um keine schiefen Töne zu forcieren, stellt die Gitarre schon recht hohe Ansprüche an den Spieler. Leider wächst man aber nicht mit diesen Herausforderungen sondern fühlt sich ausgebremst und gehemmt.
Apropos schiefe Töne: Trotz zeitaufwendiger Korrektur der Intonation konnte diese nicht perfekt eingestellt werden, da der Einstellbereich der Saitenreiter an der tune-o-matic Brücke nicht ausreichend war. Hier geht also etwas so gar nicht mit rechten Dingen zu; ggf. müsste sogar am Sattel nachgearbeitet werden.
Ob wir nun den sound der singlecoils als quäkend oder nur farblos empfanden kann dahingestellt bleiben. Hört selbst.
Billig sein wäre ja schon mal ein guter Anfang gewesen, willig sein gehört jedoch auch dazu. So spricht im Ergebnis Ranger Paul gegen Ende des Videos einen bedeutungsschwangeren Satz, der unseren Eindruck von der Harley Benton MS-60 gut zusammenfasst und auf den Punkt bringt. Kleiner Tipp: Das Wort „Charme“ kommt darin vor.

Harley Benton MS-60 Harley Benton MS-60 Harley Benton MS-60

 

Ibanez Talman TMB 100 4-String E-Bass

Ibanez Talman TMB 100 4-Saiter Bass

Nostalgische Moderne made in Indonesien
Optisch antik doch akustisch frisch kommt der Ibanez Talman Bass für 229,- Euro zu den Price Rangers auf die grüne Couch. Die Herzen der Vintage Fans werden bei diesem Anblick höher schlagen: Minzgrüner Lack auf dem Offset-Body und ein rotes Tortoise Pickguard. Dazu kommt ein gutes Pfund Chrom und eine hochglanzschwarze Kopfplatte mit Overlay, darauf der goldene Ibanez Schriftzug. Eigenständig aber doch gleich liebenswert gewohnt wirkt der Talman. Das mag an der Controlplate liegen, die von der Fender Telecaster entliehen scheint und gleich eine Buchse im Stratocaster-Style mitbringt. Ein hier eingestecktes Kabel lässt sich zur Zugentlastung aus idealem Winkel über den Gurtpin hinter den Bassist führen: Coole Idee von Ibanez! Die beiden Tonabnehmer sind zusammen eine Mixtur aus Fender Jazz- und Precision Bass – sozusagen das Beste aus beiden Welten. Auch die Elektrik ist nicht spartanisch! Ihr bekommt eine aktive 2-Band Klangregelung, die zusammen mit dem Lautstärkeregler und dem Blendregler zum Mischen der Tonabnehmer in zwei stacked potis ihren Platz findet.
Zur Stromversorgung wohnt im Korpus des Basses eine 9 Volt Batterie. Dumm nur, dass der Plastikdeckel von zwei Schrauben gehalten wird. Wer ihn nicht weg lässt, braucht zum Batteriewechsel auf jeden Fall Werkzeug.
Die gesamte Verarbeitung wirkt solide und hochwertig, die Chromteile wie Brücke und Mechaniken machen einen massiven und stabilen Eindruck auf uns. Um die 4,5 kg bringt der Talman auf die Waage; das Gewicht ist sicher auch dem Korpusholz geschuldet. Mit gut bespielbar abgerichteten Bünden und sauberer Oktavreinheit (trotz der schlichten Brückenkonstruktion) geht’s an den Soundcheck. Mit der oben erwähnten Elektrikausstattung lassen sich viele bekannte Klänge reproduzieren und vor allem stufenlos mischen. Zwischen Splitcoil und Hals habt Ihr genügend Platz zum Slappen. Das alles hört Ihr Euch aber am Besten direkt in unserem Clip an! Für weitere Auskünfte stehen wir Ranger Paul und Michi Euch jederzeit gerne zur Verfügung – viel Spaß!

Der Bass hat euch so gut gefallen, dass Ihr gleich Euren eigenen bestellen wollt?
Hier geht das (affiliate link):
https://m.thomann.de/de/ibanez_tmb100_mgr_talman_bass.htm?partner_id=87026

 

Ibanez Talman Ibanez Talman Ibanez Talman

Squier Bullet Mustang by Fender Offset Guitar

Squier Bullet Mustang by Fender

Dieses Jahr feiert die Fender Mustang bereits ihren 53. Geburtstag! Unser Pferdchen aus dem Squier Stall ist jedoch brandneu und kommt in einem glitzernden „imperial blue“ lackiert frisch von der NAMM 2017! Lindenkorpus, Ahornhals und Palisander Griffbrett – ne ganze Menge Holz für 139,- Euro. Dazu bekommt ihr auf dem Offsetkorpus auch noch zwei Humbucker nebst 3-way Toggle und zwei Drehknöpfe: einen für die Lautstärke und einen für den guten Ton. Ein Vibrato gibt’s bei diesem Pony aus China allerdings nicht mit dazu – das Original von Fender wurde also nicht bis ins letzte Detail kopiert.

Unser Testmodell verfügt über eine kurze Mensur, das heißt das Griffbrett ist ein paar Zentimeter knapper bemessen als bei den meisten anderen Gitarren. Das hat den Vorteil, dass selbst Akkorde über mehrere Bünde spürbar leichter gegriffen werden können. Beim Solospiel in hohen Lagen merkt man jedoch, dass man seine Finger schon gut sortieren muss, um den richtigen Ton zu treffen. Das Ganze erfordert zum Glück wenig Kraftaufwand.

Die Squier Bullet Mustang ist ein auch für Anfänger leicht zu reitendes Pony! Vielleicht dachten sich das auch Kurt Cobain, Jimi Hendrix oder John Frusciante – jedenfalls ist der Überlebende der drei Mustangspieler ein richtig guter Gitarrist! Und ein solcher könnt ihr auch werden. Die Verarbeitung ist fast fehlerfrei: Spiegelplane Lackierung, keine scharfen Kanten an den Bünden und auch der Hals sitzt sicher in seiner Ausfräsing. Im Zuge der fast perfekt eingestellten Intonation macht das Spielen viel Freude und es lassen sich in den verschiedenen Schalterstellungen auch unterschiedliche Klänge erzeugen. Dazu müsst ihr aber unbedingt unser Video ansehen und -hören! Clean, Crunch und High Gain – das alles steckt unser kleines blaues Pony mit dem schlanken Body weg. Und so landet es letztlich auch da wo es für 139,- Euro Kaufpreis auf jeden Fall hingehört… nämlich… ach, seht selbst!

Wenn euch unser Video gefallen hat, teilt es gerne mit euren Freundinnen und Freunden!

squier bullet mustang squier bullet mustang squier bullet mustang

 

Squier Affinity Jazz Bass (JBass) by Fender

Ein Traum in Race Red, der Squier Affinity Jazz Bass!
Beim Öffnen des überlangen Kartons vom Musikhaus Thomann sind die Price Rangers glücklich! An den Bassamp angeschlossen hält der JBass akustisch das, was die Optik verspricht. Wie auch von einem echten Fender Jazz Bass zu erwarten, bekommen wir zwei Singlecoil-Tonabnehmer: Einen Pickup an der Bridge und einen in Halsposition, der mit pfundigen Tiefen aufwartet.
Jeder der beiden wird über einen eigenen Volume-Poti angesteuert. So lassen sich vielerlei unterschiedliche Sounds mischen, wenn man die beiden Regler gefühlvoll benutzt und aufmerksam lauscht.
Kombiniert man beide Pickups zu gleichen Anteilen, erhält man eine sehr gefällige Kombination. Über Jahrzehnte hat der Fender Jazz Bass so seinen Ruf als Klassiker geformt – und sein kleiner Bruder, der Squier Affinity JBass folgt ihm auf diesem Pfad.
Etwas gebremst durch eine werksseitig hohe Saitenlage, ist der Bassist dennoch schnell wie die Feuerwehr. Der Hals aus Ahorn ist sehr komfortabel und matt transparent lackiert und mit dem Werkzeug im Lieferumfang lassen sich auch Saitenlage, Halskrümmung und Intonation (Oktavreinheit) einstellen. Die Saiten schwingen ohne Schnarren und so funkt es zwischen JBass und den Price Rangers im wahrsten Sinne des Wortes. Von Achtelketten à la Jaco Pastorious über swingenden Walking-Bass bis hin zu Marcus Miller Slaplines – der Squier fühlt sich pudelwohl und wir uns auch. Was über einen Bassverstärker dem Original von Fender sehr nahe kommt, wird leider etwas durch das direkte Signal aus unserem Aufnahmepult getrübt – lasst Euch davon nicht verunsichern!
Vielleicht reichen nicht alle Qualitäten des JBass für ein Recording zu Eurem nächsten Platinalbum. Aber sollte der Tieftöner deswegen gleich in die Tonne?
Die Price Rangers geben es offen und ehrlich zu: Wir hatten viel Spaß bei unserem ersten E-Bass Video mit der roten Rennmaschine! Nicht zuletzt weil sie optisch einfach wunderbar zum Interieur des Price Ranger Hauptquartiers passt!

Zum Preis müssen wir leider anmerken, dass die 215,- Euro aus unserem Video leider nicht mehr aktuell sind. Für dieses Taschengeld war der Jazz Bass wirklich fast unschlagbar! Leider ist der Squier Affinity JBass nun kurz nach unserem Text beachtlich teurer geworden! Mittlerweile kostet er fast 250,- Euro. Zum Glück hat er bislang nicht die Obergrenze der Price Rangers überschritten, denn Ihr wisst ja: Don’t fear cheap gear. Aber bei 250,- ist Schluss!

Squier Affinity Jazz Bass Squier Affinity Jazz Bass Squier Affinity Jazz Bass